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Ernährung während der Dialyse -
für Patienten, die dialysiert werden

Bei leichter körperlicher Tätigkeit verbraucht man etwa 35 Kilokalorien je kg Körpergewicht. Arbeitet man stark körperlich, ist mehr notwendig. Je nachdem, ob Sie Über- oder Untergewicht haben (Body-Mass-Index), muss entsprechend mehr oder weniger an Energie aufgenommen werden.

Die tägliche Kost muss bei Dialysepatienten unter Beachtung der Blutwerte und der Nierenrestfunktion aus den Hauptnährstoffen Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett individuell zusammengestellt werden.

Was kann eine bessere Ernährung in der Dialyse bewirken?

  • Eine Mangelernährung und Folgeerkrankungen verhindern.
  • Erhöhte Kalium- und Phosphatwerte vermeiden.
  • Die Verträglichkeit der Dialyse verbessern.
  • Die Freude am Essen und Leben wiedergewinnen.

Die Dialyse übernimmt die wichtigste Aufgabe der Nieren: das Herausfiltern von giftigen Substanzen aus dem Blut. Allerdings können bestimmte Stoffe nur schwer gefiltert werden. Das hängt ab von der Löslichkeit oder davon, wo die Stoffe im Körper hauptsächlich "lagern".

Durch eine spezielle Ernährung, bei der bestimmte Nahrungsmittel vermieden oder in geringerer Menge zugeführt werden, lässt sich mehr oder weniger verhindern, dass sich bestimmte Stoffwechselendprodukte oder Salze im Blut anreichern.

Große Bedeutung bei dieser besonderen Ernährung hat die Aufnahme von Flüssigkeit, die leider deutlich eingeschränkt werden muss. Das gilt vor allem für Hämodialyse-Patienten. Denn je weniger Flüssigkeit man "in die Dialyse mitbringt", umso weniger Wasser muss dem Körper entzogen werden. Der Wasserentzug führt zu einer starken Belastung des Herz-Kreislauf-Systems.

Hauptproblem für einen Dialyse-Patienten – neben dem wenigen Trinken – ist das Eiweiß. Die Eiweißbausteine (Aminosäuren), die im Blut transportiert werden, sind so klein, dass sie bei der Dialyse vom Blut in das Dialysat übertreten können. Der Patient läuft deshalb Gefahr, dass er an einem Eiweißmangel leidet. Außerdem muss auf den Kalium- und Phosphathaushalt geachtet werden.

Weitere Einschränkungen sind kaum nötig. Völliger Verzicht ist selten. Oft gilt der Grundsatz: Weniger ist mehr. Vergessen Sie nicht, die Freude am Essen zu behalten und sich Ihre Freude am Leben und Ihr Wohlbefinden zu erhalten.

Da viele Dinge in die Ernährung einfließen, ist es wichtig, dass Sie persönlich eine Beratung und Empfehlung bekommen. Diese kann von Ihrem behandelnden Nephrologen selbst kommen, von spezialisierten ErnährungsberaterInnen oder von Dialyseschwestern oder ‑pflegern, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen.

Sie können selbst mit Hilfe einiger Tipps bezüglich der Ernährung schon deutliche Verbesserungen erreichen. 

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