Niereninsuffizienz - Blutarmut (Anämie)

Ursachen

Von einer Anämie spricht man in der Regel, wenn der Hb-Wert unter 11 g/dl liegt. Kommt es zu einem akuten Blutverlust z. B. bei einem Unfall, wird in der Niere vermehrt Erythropoietin (EPO) gebildet. Durch die Erhöhung werden jetzt vermehrt aus Zellvorstufen rote Blutkörperchen gebildet. Die Erhöhung steht in einem bestimmten Verhältnis zum Blutverlust.

Wird durch eine chronische Störung der Nierenfunktion im Verhältnis zum Ausmaß der Anämie das Erythropoietin nicht ausreichend gebildet, fehlt der regulierende Faktor zur Blutbildung: Es werden zu wenig rote Blutzellen gebildet, die Zahl der Erythrozyten nimmt ab. Man spricht dann von einem relativen Mangel an EPO. Es entstehen daraus negative Folgen für den Organismus. Bei einer Niereninsuffizienz werden die roten Blutkörperchen durch die Anreicherung an Stoffwechselgiften geschädigt und schneller als normal abgebaut. Die Urämie führt auch zu Blutungen z. B. im Magen-Darm-Bereich, die zur Blutarmut beitragen.

Die Funktion des Erythropoietins (EPO) bei der Blutbildung.

Die Funktion des Erythropoietins (EPO) bei der Blutbildung.
EPO wird in der Niere gebildet und fördert die Synthese der roten Blutkörperchen (Erythrozyten).