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Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)

Die Erkrankung Bauchspeicheldrüsenkrebs

BauchspeicheldrüseBauchspeicheldrüsenkrebs verursacht lange keine oder nur unspezifische Beschwerden. Die Abbildung zeigt ein Pankreaskarzinom im Kopf der Bauchspeicheldrüse, das auch den Zwölffingerdarm befallen hat.

Als Bauchspeicheldrüsenkrebs oder Pankreaskarzinom wird eine bösartige Geschwulst (Tumor) in der Bauchspeicheldrüse bezeichnet, einem wichtigen Organ im Oberbauch. Der medizinische Ausdruck für Bauchspeicheldrüse lautet Pankreas.

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den Krebsarten, die erst in fortgeschrittenen Stadien Beschwerden verursachen. Deshalb wird der Tumor häufig sehr spät oder nur zufällig bei anderen Untersuchungen entdeckt. Anders als bei Brust- oder Prostatakrebs gibt es bislang keine Verfahren, mithilfe derer Ärzte Tumoren der Bauchspeicheldrüse frühzeitig erkennen können.

Symptome des Bauchspeicheldrüsenkrebs

Ein Tumor in der Bauchspeicheldrüse bleibt oft längere Zeit symptomlos oder zeigt sich mit eher unspezifischen Beschwerden, so daß er meist erst spät erkannt wird. Spezifische Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung eines Pankreaskarzinoms gibt es derzeit nicht. Die Betroffenen bemerken häufig erst etwas, wenn er schon andere Organe wie Magen, Zwölffingerdarm, Leber oder Bauchfell befallen hat: Die Geschwulst behindert dann die Produktion der Verdauungsenzyme oder deren Abfluss in den Zwölffingerdarm – das kann deutlich spürbar sein. Obwohl es keine verlässlichen Anzeichen gibt, lassen sich dennoch weit verbreitete Alarmsignale benennen, die auf ein Pankreaskarzinom hinweisen können – aber nicht müssen:

  • Gewichtsverlust,
  • Appetitlosigkeit,
  • Verdauungsstörungen,
  • unspezifische Oberbauchschmerzen, die häufig in den Rücken ausstrahlen,
  • Gelbsucht (typische Gelbfärbung der Haut und der Bindehaut im Auge), bedingt durch die Nähe der Bauchspeicheldrüse zum Gallengang,
  • eine neu und unerwartet auftretende Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus); wird durch eine tumorbedingte Störung der Insulinproduktion verursacht,
  • Übelkeit und Erbrechen, wenn der Tumor den Zwölffingerdarm oder den Magenausgang einengt.

Bei allen genannten Symptomen sollten Sie beachten, dass diese durch andere Erkrankungen bzw. von anderen Organen verursacht sein können. Das gilt vor allem für die Schmerzen in Oberbauch und Rücken. In den meisten Fällen handelt es sich nicht um Krebs. Gerade weil die körperlichen Beschwerden bei einem Pankreaskarzinom sehr spät auftreten und Ärzte zumeist andere Ursachen vermuten, ist es umso wichtiger, dass Sie Ihren Körper aufmerksam beobachten und Veränderungen wahrnehmen. Gehen Sie lieber einmal zu viel zum Arzt als zu wenig – vor allem wenn Bauchspeicheldrüsenkrebs in Ihrer Familie gehäuft aufgetreten ist.

Verbreitung des Pankreaskarzinoms

Das Pankreaskarzinom tritt in Deutschland relativ selten auf. Im Jahr 2013 erkrankten etwas über 17.000 Männer und Frauen daran. Bauchspeicheldrüsenkrebs liegt in der Statistik der häufigsten Krebsneuerkrankungen bei Männern auf dem zehnten und bei Frauen auf dem sechsten Platz. Wissenschaftler rechnen damit, dass diese Zahl im Zuge des demografischen Wandels deutlich ansteigen wird. Frauen erhalten die Diagnose im Schnitt mit 75, Männer mit durchschnittlich 71 Jahren.1

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine schwerwiegende Erkrankung mit hoher Sterblichkeit. Unter den Krebsarten ist Bauchspeicheldrüsenkrebs bei Männern und Frauen die vierthäufigste Todesursache.1

Referenzen

  1. Robert Koch-Institut/Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (Hgg.):
  2. Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft/ Deutsche Krebshilfe/ AWMF) (Hgg.):
    S3-Leitlinie Exokrines Pankreaskarzinom, Langversion 1.0, 2013, AWMF Registernummer: 032-01OL, http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Leitlinien.7.0.html
    http://www.dgvs.de/leitlinien/exokrines-pankreaskarzinom/