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Bauchspeicheldrüsenkrebs Therapie

Die Wahl der Behandlungsmethoden hängt vor allem vom Krebsstadium, von der Lage des Tumors, zum Teil aber auch vom Gesundheitszustand des Patienten und weiteren individuellen Faktoren ab. Prinzipiell stehen als Behandlungsoptionen die Operation, die Chemo- und/oder die Strahlentherapie sowie die zielgerichteten Therapien zur Verfügung.

Die Entscheidung für eine bestimmte Behandlung beim Bauchspeicheldrüsenkrebs treffen die Mediziner vor allem mit Blick auf das Therapieziel:

  • Kann die Therapie den Patienten heilen (kurativer Ansatz)?
  • Kann die Therapie dem Patienten zu einem möglichst langen und beschwerdefreien Leben verhelfen (palliativer Ansatz)?

Eine kurative Therapie kommt infrage, wenn sich der Tumor in einem frühen Stadium befindet oder die Möglichkeit einer vollständigen Heilung gegeben ist.

Doch nicht in allen Fällen erscheint eine Heilung möglich. Dann geht es darum, dem Patienten ein möglichst beschwerdefreies Weiterleben zu ermöglichen. Eine palliative Behandlung (lat. palliare = mit einem Mantel bedecken, im übertragenen Sinne: lindern) ist angezeigt, wenn

  • sich der Tumor in einem fortgeschrittenen Stadium befindet,
  • keine oder nur eine geringe Heilungschance besteht,
  • Schmerzen zu lindern sind und die Lebensqualität des Patienten verbessert werden soll.

Je nach Stadium kommen die einzelnen Therapien eventuell auch in Kombination zum Einsatz. Lassen Sie sich die Behandlungsoptionen genau erklären und fragen Sie Ihren Arzt, falls Sie unsicher sind. Nur wenn Sie gut aufgeklärt sind und verstehen, wie Ihre Behandlungs­möglichkeiten sind, können Sie sich gemeinsam mit dem Arzt für die am besten geeignete Therapiestrategie entscheiden.

Palliative Therapie

Wenn Bauchspeicheldrüsenkrebs bereits so weit fortgeschritten ist, dass eine Heilung oder eine wirksame Tumorbehandlung nicht mehr möglich ist, wird die lindernde Behandlung – die Palliativtherapie – besonders wichtig. Ihr Ziel ist es, tumorbedingte Schmerzen oder andere Beschwerden abzuschwächen.

Palliative Therapiemaßnahmen, zum Beispiel eine Chemotherapie oder Bestrahlung, werden gegen den Tumor eingesetzt, um das Leben zu verlängern und/oder die Lebensqualität zu verbessern. Oft engt der Tumor auch durch sein Ausmaß Gallengang, Magenausgang oder Zwölffingerdarm ein. Daraufhin können eine Gelbsucht oder Übelkeit und Erbrechen auftreten. Durch einen kleinen operativen Eingriff oder über ein Endoskop schaffen die Ärzte dann Abhilfe.

Schmerztherapie

Die Schmerztherapie wird individuell auf die Situation des Patienten abgestimmt. Es gibt heutzutage viele Möglichkeiten, Betroffene dauerhaft von Schmerzen zu befreien. Ängste vor einer Abhängigkeit oder eventuell auftretenden Nebenwirkungen sind unbegründet. Daher gilt: Kein Patient sollte sich zwingen, Schmerzen auszuhalten. Die Behandlung erfolgt zunächst mit schmerzstillenden Medikamenten (Analgetika), welche nach einem bestimmten Stufenplan verabreicht werden.

Wichtig ist es, dem Schmerz zuvorzukommen. Wer denkt, er könne Schmerzmittel sparen und tue seinem Körper etwas Gutes, wenn er es lange aushält, tut sich meistens selber keinen Gefallen.  Chronischer Schmerz ist schlecht für die körpereigenen Abwehrkräfte und kann das Immunsystem durch die ständige Stressbelastung schwächen. Eventuelle Nebenwirkungen der Schmerzmedikamente können meist durch entsprechende Gegenmaßnahmen gelindert werden.

Reichen selbst stark wirksame Opiate nicht aus, die Schmerzen zu lindern, kann über den Einsatz einer Schmerzpumpe nachgedacht werden. Außerdem ist es möglich, das Nervengeflecht im Oberbauchbereich durch einen kleinen operativen Eingriff auszuschalten.

Hat sich der Tumor auf die Knochen ausgeweitet (Knochenmetastasen), können knochenschützende Substanzen verabreicht werden. Auch eine gezielte Bestrahlung kann bei Knochenmetastasen Linderung bringen.

Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung können auch andere Maßnahmen angewendet werden, die Schmerzen günstig beeinflussen. Hierzu gehören beispielsweise Bestrahlung, Chemotherapie und Krankengymnastik.

Entscheidend ist: Nicht Ihr Arzt spürt die Schmerzen, sondern Sie selbst. Deshalb können nur Sie allein beurteilen, ob und in welchem Ausmaß die Schmerzbehandlung hilft. Auch können Sie wichtige Hinweise auf die Schmerzursache geben. Was bei bestimmten Schmerzen gut anschlägt, hilft bei anderen vielleicht kaum. Für eine erfolgreiche Schmerzbehandlung ist Ihre Mitarbeit also äußerst wichtig!