Therapie des hellen Hautkrebses

Nicht-chirurgische Verfahren

Die Strahlen- und die Kryotherapie setzen Ärzte eher selten bei Patienten mit hellem Hautkrebs ein. Auf diese Weise können sie den Tumor zwar zerstören, aber nicht immer vollständig entfernen. Deshalb besteht die Gefahr, dass sie nicht alle Krebszellen erreichen und an derselben Stelle wieder ein Tumor entsteht.

Beide Therapien wenden Mediziner nur bei Patienten an, deren Tumor sie nicht operieren können: entweder weil er sehr groß ist oder an einer nur schwer zugänglichen Körperstelle liegt – etwa am Augenlid, am Ohr oder an der Nase. Auch bei älteren Menschen, deren Gesundheit geschwächt ist, greifen sie unter anderem auf die Strahlen- oder Kryotherapie zurück.

Strahlentherapie

Der Arzt bestrahlt den Tumor von außen mit energiereichen Strahlen. Sie schädigen die Krebszellen so stark, dass sie absterben. Dabei führt der Weg der Strahlen auch durch gesundes Gewebe. Anders als die Krebszellen erholen sich die gesunden Zellen größtenteils wieder. Um das Gewebe nicht zu überlasten, findet die Bestrahlung in mehreren Abschnitten statt. Die Strahlendosis ist gering und die Sitzungen dauern nur wenige Minuten. Wie lange die Therapie insgesamt andauert, hängt von der Art, Größe und Ausbreitung des Tumors ab.

In der behandelten Region entsteht oft eine Hautreizung, die einem Sonnenbrand ähnelt. Patienten berichten zudem von Müdigkeit, einem allgemeinen Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit oder Kopfschmerzen.

Kryotherapie (Kältebehandlung)

Im Rahmen der Kryotherapie nutzt der Arzt flüssigen Stickstoff, zum Beispiel in Form von Spray. Damit vereist er den Tumor. Durch die extreme Kälte des Stickstoffs sterben die Krebszellen ab. Es bildet sich eine Kruste, die nach einiger Zeit von alleine abfällt. Das Verfahren ist schnell durchführbar, für Betroffene überwiegend gut verträglich und kann mehrfach wiederholt werden.

Mediziner wenden die Kältebehandlung am häufigsten bei aktinischen Keratosen an. Auch im Fall einer Morbus-Bowen-Erkrankung können die Ärzte sie sinnvoll einsetzen. Während oder nach der Behandlung treten gelegentlich Blasen, Rötungen oder Schwellungen an der Haut auf. Schmerzen und ein brennendes Gefühl sind ebenfalls möglich. Die Wunden heilen teilweise langsam ab und es können sich Narben bilden.