Therapie des schwarzen Hautkrebses

 

Bestrahlung

Im Gegensatz zu anderen Krebsarten spielt die Strahlentherapie bei der Behandlung des malignen Melanoms eine eher untergeordnete Rolle. Sie kommt nur in solchen Fällen zum Einsatz, in denen eine Operation unmöglich ist oder die Ärzte einen Eingriff als nicht empfehlenswert erachten.

Eine Strahlentherapie erhalten in der Regel Patienten mit

  • Lentigo-maligna-Melanom, die bereits ein hohes Lebensalter erreicht haben oder bei denen sich der Tumor im Gesicht befindet,
  • örtlichen, nicht entfernbaren Lymphknotenmetastasen,
  • In-transit-Metastasen, die nicht operiert werden können,
  • Knochenmetastasen, um Schmerzen zu lindern, und
  • Hirnmetastasen.

Die Tumorzellen werden während der Strahlentherapie mit energiereichen elektromagnetischen Wellen von außen bestrahlt, um sie abzutöten. Die Strahlen schädigen auch gesundes Gewebe, das sich jedoch meist wieder erholt. Krebszellen dagegen sterben ab.

Die Strahlentherapie erfordert viele Sitzungen, die jeweils wenige Minuten dauern. Sie variiert abhängig von der Position der Metastasen: Patienten mit einzelnen Hirnmetastasen erhalten beispielsweise eine stereotaktische Einzeitbestrahlung. Dabei wird eine sehr hohe Strahlendosis millimetergenau auf ein kleines Gebiet konzentriert, um das dortige Krebsgewebe, sprich die Metastase, zu vernichten. Befinden sich indes viele Metastasen im Gehirn, kommt diese Behandlung nicht infrage. Dann muss der gesamte Kopf bestrahlt werden.

Nebenwirkungen der Strahlentherapie

Die Strahlentherapie ist technisch erheblich verbessert worden, sodass sie für die Patienten deutlich verträglicher ist als in früheren Jahren. Dennoch treten Nebenwirkungen auf. So entsteht in der bestrahlten Region eine Art Sonnenbrand. Außerdem bekommen manche Patienten einen "Strahlenkater". Darunter versteht man Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit. Schwere und längerfristige Nebenwirkungen sind selten. Wenn Sie Begleiterscheinungen verspüren oder sich unsicher sind, ob die beobachteten Erscheinungen mit der Bestrahlung in Zusammenhang stehen könnten, wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt.