Therapie des schwarzen Hautkrebses

Immuntherapie

Patienten mit fortgeschrittenem malignem Melanom können auch mit einer Immuntherapie behandelt werden. Die dabei eingesetzten Medikamente regen das körpereigene Immunsystem dazu an, die Krebszellen anzugreifen. Die Wirkstoffe dringen in die Immunzellen ein. Dort sorgen sie dafür, dass bislang gehemmte Abwehrkräfte wieder aktiv werden. Das fördert die Immunabwehr und der Körper kann die Krankheit selbst bekämpfen.

Für Patienten mit einem fortgeschrittenen Melanom sind im Rahmen der Immuntherapie drei Wirkstoffe auf dem Markt. Das jeweilige Medikament erhalten die Betroffenen als Infusion.

Nebenwirkungen

Die Immuntherapie wirkt überall im Organismus. Wenn das Abwehrsystem des Körpers aktiver wird, können Beschwerden auftreten. Ihr Arzt wird mit Ihnen im Vorfeld der Behandlung genau besprechen, welche Begleiterscheinungen möglich sind. Beobachten Sie Ihren Körper während der Therapie genau und sprechen Sie Ihren Arzt immer an, wenn Sie sich unsicher sind, ob die beobachteten Erscheinungen mit der Behandlung in Zusammenhang stehen könnten.

Detaillierte Informationen zu den Nebenwirkungen einzelner Produkte entnehmen Sie bitte den entsprechenden Gebrauchsinformationen.

Adjuvante Immuntherapie

Ärzte bieten tumorfreien Patienten mit hohem Risiko für Metastasen häufig eine adjuvante Immuntherapie mit Interferon alpha an. Dieser körpereigene Botenstoff ist für die Immunabwehr zuständig: Bestimmte Zellen im Organismus bilden Interferone als Reaktion auf Viren, Bakterien und Fremdstoffe, aber auch auf Krebszellen.

Im Rahmen der Behandlung setzen die Ärzte eine künstlich hergestellte Variante ein. Die zusätzlichen Dosen Interferon alpha sollen das Immunsystem im Kampf gegen Tumorzellen unterstützen. Studien zeigen, dass diese Therapie gute Erfolge erzielt. Ob sie für Sie geeignet ist bzw. wie oft und über welchen Zeitraum sie anzuwenden ist, bespricht Ihr Arzt eingehend mit Ihnen.

Es gibt zwei Möglichkeiten der Behandlung mit Interferon alpha: Der Arzt verabreicht es Ihnen in die Vene (intravenös) oder Sie spritzen es sich selbst unter die Haut (subkutan). Letzteres macht Sie unabhängiger, da Sie den Zeitpunkt der Injektion selbst bestimmen. Die Handhabung erläutert Ihr Arzt Ihnen vorab genau. Leider ist es nicht möglich, Interferon alpha als Tablette einzunehmen. Denn bei dem Medikament handelt es sich um ein Eiweiß, das durch die Magensäure zersetzt und damit wirkungslos würde.

Nebenwirkungen der Immuntherapie mit Interferon alpha

Begleiterscheinungen bei der Therapie mit Interferon alpha sind Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle. Zudem verspüren Patienten mitunter grippeähnliche Symptome, manchmal begleitet von Fieber. Sie fühlen sich müde und geschwächt – die Symptome werden unter dem Begriff "Fatigue-Syndrom" zusammengefasst. Weiterhin kann es zu Appetitlosigkeit, gestörter Blutbildung, trockener Haut mit Juckreiz, Haarausfall, Depressionen und Libidoverlust kommen.

Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn

  • die Reaktion an der Einstichstelle sehr stark ist (Juckreiz, Rötung, Schwellung),
  • Sie sich sehr erschöpft oder niedergeschlagen fühlen,
  • Sie länger anhaltend Fieber haben,
  • Sie kurzatmig sind, Nasenbluten oder blaue Flecke haben (Anzeichen für Blutbildungsstörungen),
  • Sie starken Juckreiz am Körper verspüren, der durch trockene Haut ausgelöst wird,
  • Sie neue Nebenwirkungen bemerken oder sich generell unsicher über Ihr Befinden sind.

Die genannten Nebenwirkungen klingen nach Ende der Behandlung wieder vollständig ab.