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Eine Krebserkrankung hat auch Einfluss auf die FamilieEine Krebserkrankung hat auch Einfluss auf die Familie.

Die Diagnose "Krebs" verändert den Alltag eines Menschen von Grund auf: Häufig führt sie zu einer Bilanz des bisherigen und einer Neuausrichtung des weiteren Lebens. Plötzlich kommen Fragen auf, mit denen sich Betroffene vorher noch nie auseinandergesetzt haben.

Die Krankheit wirkt sich außerdem auch auf die Familie und Freunde aus. Einerseits möchten sie ihre Liebsten nach besten Kräften unterstützen, andererseits sind sie selbst psychisch belastet. Hier gilt es, einen Mittelweg zu finden, um dem anderen zu helfen, die eigene Person dabei aber nicht zu überfordern.

Jeder Mensch geht mit der Krankheit anders um und diese Individualität sollten Sie sich und jedem anderen zugestehen. Es bedeutet beispielsweise, dass das Bedürfnis, sich zu informieren, mal stärker, mal schwächer ausgeprägt sein kann.

Besonders wichtig ist es für die Betroffenen, mit ihren Sorgen und Ängsten nicht allein zu sein. Signalisieren Sie deshalb Ihre Gesprächsbereitschaft. Über den Zeitpunkt sollten allerdings die Erkrankten entscheiden. In bestimmten Phasen möchten sie vielleicht über die Krankheit sprechen, in anderen lieber abgelenkt werden. Wenn es sich anbietet, fragen Sie einfach direkt nach: "Wie kann ich dir im Moment helfen? Was brauchst du?" So vermeiden Sie Missverständnisse.

Seien Sie als Familienmitglied oder Freund ehrlich zu sich selbst: Wenn Sie den Eindruck haben, der Situation nicht mehr gewachsen zu sein, können überlegen, sich professionellen Rat einzuholen, etwa bei einem Psychoonkologen.