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Was ist Hautkrebs?

Was ist Hautkrebs?

Die häufigsten Krebserkrankungen der Haut sind der helle und der schwarze Hautkrebs:

Zum hellen Hautkrebs zählen das Basalzellkarzinom (Basaliom) und das Plattenepithelkarzinom. Letzteres wird häufig auch Stachelzellkarzinom oder Spinaliom genannt. Diese Krebsarten treten vorwiegend an Körperpartien auf, die über viele Jahre der UV-Strahlung besonders ausgesetzt waren – zum Beispiel an der Nase, an den Ohren, am Nacken und bei Männern mit Glatze auch auf der Kopfhaut. Das Basalzellkarzinom bildet nur sehr selten Tochtergeschwulste (Metastasen), das Stachelzellkarzinom erst ab einer gewissen Größe.

Ein malignes Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, ist der gefährlichste Hauttumor. Er entsteht, wenn sich pigmentbildende Zellen (Melanozyten) in bösartige Zellen umwandeln. Melanome können bereits frühzeitig in die Lymphknoten und in andere Organe metastasieren. Schwarzer Hautkrebs tritt prinzipiell überall am Körper auf – auch an Stellen, die kaum oder so gut wie nie der Sonne ausgesetzt werden, zum Beispiel im Genitalbereich, an den Fuß- oder Fingernägeln oder unter den Fußsohlen. Maligne Melanome können sich entweder aus einem bestehenden Leberfleck oder spontan neu entwickeln. Darüber hinaus bilden sie sich an den Schleimhäuten, zum Beispiel in der Nase. Dort gibt es nämlich ebenfalls pigmentbildende Zellen.

Die meisten Melanome, etwa 90%, werden im Frühstadium entdeckt und können entfernt und geheilt werden.

Im Rahmen dieses Informationsangebots beschäftigen wir uns schwerpunktmäßig mit dem hellen Hautkrebs und dem malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs). Auf seltene Krebsformen wie das Kaposisarkom, das Merkelzellkarzinom, das Fibrosarkom und das kutane Lymphom gehen wir an dieser Stelle nicht ein.

Wie verbreitet ist Hautkrebs?

In Deutschland erkranken nach GEKID-Hochrechnungen (2012) pro Jahr über 233.000 Menschen an einem Basalzellkarzinom oder an einem Plattenepithelkarzinom. Das Basalzellkarzinom (Basaliom) und das Plattenepithelkarzinom (auch Stachelzellkarzinom oder Spinaliom) gehören zu den häufigsten Hautkrebserkrankungen.

An einem malignen Melanom, dem gefährlichen schwarzen Hautkrebs, erkranken nach GEKID-Hochrechnungen (2012) jährlich knapp 30.000 Frauen und Männer neu. 1 Die Erkrankungsrate hat sich seit den 1980er-Jahren verdreifacht. Bei Frauen beträgt das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt der Erstdiagnose 58 Jahre, bei Männern 66 Jahre. 2

Nach derzeitigem Erkenntnisstand gehen Experten davon aus, dass die Häufigkeit weiter zunehmen wird. 3 Bei Frauen tritt ein malignes Melanom bevorzugt an den Beinen auf, am zweithäufigsten am Rumpf (Körper ohne Hals, Kopf, Beine und Arme). Gut jedes zweite maligne Melanom bei Männern entwickelt sich am Rumpf, am zweithäufigsten sind die Beine betroffen. Danach folgen bei beiden Geschlechtern der Kopf- und Halsbereich sowie die Arme. 3

Wie entsteht Hautkrebs?

Der menschliche Körper besteht aus Billionen von Zellen. Für jeden Zelltyp ist genau festgelegt, in welchem Zeitraum er wächst, sich teilt und abstirbt. Zellen des Knochenmarks teilen sich beispielsweise sehr schnell: Aus ihnen werden Blut- und Immunzellen, die der Körper ständig neu benötigt. Gesunde Zellen teilen sich nur, wenn es für den Körper sinnvoll ist.

Bei Krebszellen ist das natürliche Gleichgewicht zwischen Wachstum, Teilung und Zelltod gestört, da sich die Erbsubstanz, der genetische Code (DNS) verändert hat. Als Folge vermehren sich die bösartigen Zellen unkontrolliert und bilden eine Geschwulst, einen Tumor.

Wie kann ich mich schützen?

Übermäßige UV-Strahlung ist einer der größten Risikofaktoren für Hautkrebs. Die Strahlen – sowohl die der Sonne als auch die im Solarium – schädigen die Erbsubstanz in den Zellen. Aus solchen Zellen mit verändertem genetischem Code können schließlich bösartige Krebszellen werden.

Ein vorsichtiger Umgang mit der Sonne ist daher besonders wichtig. Dazu gehört, seinen eigenen Hauttyp zu kennen: Dieses Wissen gibt Aufschluss darüber, wie viel UV-Strahlung jemand verträgt. Es werden sechs Hauttypen unterschieden.

Referenzen

  1. Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (GEKID)
    www.gekid.de/
  2. Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Krebs in Deutschland 2009/2010.
    Robert Koch-Institut, Berlin 2013
  3. Szeimies RM, Hauschild A, Garbe C:
    Tumoren der Haut. Grundlagen, Diagnostik und Therapie in der dermatologischen Onkologie. Thieme, Stuttgart 2010