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Was ist Hautkrebs?

Schwarzer Hautkrebs - Das maligne Melanom

Wenn sich die Melanozyten, die pigmentbildenden Zellen der Haut, in bösartige Zellen umwandeln, entsteht ein Melanom: Da die Krebszellen ungehemmt wachsen, bildet sich schnell ein Gewebeüberschuss, der Tumor genannt wird. Bleibt er unerkannt und befällt angrenzendes Gewebe, können die Krebszellen über das Lymph- und Blutgefäßsystem auch in andere Körperregionen vordringen, wo sie sich ansiedeln und vermehren. So kommt es zu Tochtergeschwulsten, den Metastasen.

Welche Arten von malignen Melanomen gibt es?

Es werden sechs Typen unterschieden:

Superfiziell spreitendes Melanom

Mit über 50% tritt das superfiziell spreitende Melanom am häufigsten auf. Es wächst zunächst langsam als brauner oder schwarzer Fleck horizontal an der Hautoberfläche (superfiziell). Später dringt es tiefer in die Haut ein und bildet Knötchen.

Noduläres Melanom

Noduläre Melanome machen etwa 20% dieser Tumoren aus. Sie sind aggressiv, wachsen nur wenig an der Hautoberfläche und stattdessen schon frühzeitig in die Tiefe. Der Knoten ist dunkelbraun oder bläulich-schwarz.

Lento-maligna-Melanom

Ihm voraus geht eine Gewebeveränderung, die sich als flacher, brauner Fleck darstellt. Sie kann über Jahre auf einer extrem sonnengeschädigten Hautpartie wachsen, beispielsweise im Gesicht. Als Lentigo-maligna-Melanom wird der Fleck erst dann bezeichnet, wenn er vertikal in die Haut einwächst und Knötchen bildet. Am Lentigo-maligna-Melanom erkranken hauptsächlich ältere Menschen; es tritt in 9% aller Melanom-Fälle auf.

Agrolentiginöses Melanom

Mit 4% kommt diese Form des Melanoms eher selten vor. Es bildet sich unter den Fuß- und Fingernägeln, an den Handinnenflächen oder unter den Fußsohlen. Das akrolentiginöse Melanom breitet sich zunächst horizontal auf der Haut aus, später wächst es vertikal mit Knötchenbildung.

Nichtklassifizierbares Melanom

In 3% der Fälle können die Ärzte das Melanom keinem der Untertypen zuordnen und es wird als „nicht klassifizierbar“ eingestuft.

Sonstige Melanome

Die übrigen, vereinzelt auftretenden Formen machen gemeinsam knapp 5% aller malignen Melanome aus. Dazu gehören unter anderem das maligne Melanom auf großem kongenitalem (angeborenem) Nävus, das desmoplastische Melanom, das Ballonzellmelanom, das spitzoide Melanom und der maligne blaue Nävus.

Wer ist gefährdet?

Das höchste Risiko, ein malignes Melanom zu entwickeln, haben Menschen

  • die zahlreiche Leberflecke aufweisen (mehr als 40),
  • die sehr helle, empfindliche Haut haben,
  • die sich häufig in der Sonne aufhalten und/oder viele Sonnenbrände hatten, vor allem in der Kindheit,
  • die regelmäßig ein Sonnenstudio besuchen,
  • in deren Familie Hautkrebs bereits aufgetreten ist,
  • die selbst schon ein Melanom hatten.