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Diagnose der idiopathischen Lungenfibrose (IPF)

 

Dr. Francesco Bonella, Ruhrlandklinik, Westdeutsches Lungenzentrum

Die idiopathische Lungenfibrose zeigt anfangs oft keine Symptome. Deshalb bemerken viele Betroffene nicht, dass sie erkrankt sind. Die meisten Patienten gehen schließlich wegen trockenen Hustens oder Kurzatmigkeit zum Arzt. Da jedoch viele andere Lungenerkrankungen ähnliche Symptome verursachen, müssen verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden, um die Diagnose IPF stellen zu können.

Ein wichtiger Bestandteil ist die bisherige Krankengeschichte. Außerdem wird der Arzt den Patienten gründlich untersuchen. Das Abhören der Lunge (Auskultation) hat hierbei einen hohen Stellenwert. Der Arzt kann am Ende des Einatmens häufig ein für die IPF typisches Rasseln in beiden Lungenflügeln hören: Dieses Geräusch erinnert an das Öffnen eines Klettverschlusses.

Ein weiterer Hinweis auf eine Lungenerkrankung sind verdickte Fingerspitzen („Trommelschlegelfinger“) und vergrößerte „Uhrglasnägel“. Daneben stehen weitere Untersuchungsverfahren zur Verfügung, unter anderem Röntgenaufnahmen oder eine hochauflösende Computertomografie („HRCT") der Lunge, eine Lungenspiegelung, Lungenfunktionstests oder die Lungenbiopsie, bei der Gewebe aus der Lunge entnommen wird.

Wenn die Diagnose IPF bestätigt ist, müssen die Patienten weiterhin regelmäßig Untersuchungstermine wahrnehmen, an denen der Verlauf der Krankheit kontrolliert wird. Zu den Untersuchungsverfahren zählen etwa das Abhören der Lunge, Lungenfunktionstests und Bluttests, um die Funktion der Leber sowie der Nieren zu überprüfen.

Patienten mit einer idiopathischen Lungenfibrose leiden oftmals auch unter Begleiterkrankungen wie Lungenhochdruck, einem Lungenemphysem (Überblähung der Lunge), Atemstillständen im Schlaf oder Depressionen.