Juvenile idiopathische Arthritis - Physikalische Therapie

Mit Kälte die Entzündung bekämpfen

Die verschiedenen Möglichkeiten der physikalischen Therapie sind ein wichtiger Bestandteil in der Behandlung der juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA). Damit sollen vor allem die Schmerzen gelindert, die Entzündung gedämpft und die Beweglichkeit verbessert werden.

Zu den wichtigsten Maßnahmen der physikalischen Therapie bei JIA gehören

  • Kälteanwendungen (= Kältetherapie; z. B. Eispackungen, Kältekammer)
  • Wärmeanwendungen (= Wärmetherapie; z. B. Fango, Moor, Infrarotlicht)
  • Massagen
  • Elektrotherapie

Kälteanwendungen helfen bei akut entzündeten Gelenken. Auf einzelne Körperpartien kann die Kälte durch Eiswasserabreibungen, Eiswasserbeutel, Beutel mit gekühltem Gel (Kryogelbeutel) oder Kaltluft einwirken.

Wärmeanwendungen fördern die Durchblutung, entspannen die Muskeln und regen den Stoffwechsel an. Wärme kann durch Bäder, Fangopackungen, heiße Luft, Infrarotlicht, durch Ultraschall oder elektrisch erzeugt werden. Bei akut entzündeten Gelenken sollte keine Wärmetherapie eingesetzt werden, da dies die Beschwerden verstärken kann.

Physikalische Therapie Massagen sind wichtiger Bestandteil der physikalischen Therapie

Auch Massagen gehören zur physikalischen Therapie, da hier durch Reibung und Druck auf den Körper eingewirkt wird. Massagen helfen, Muskeln zu lockern, Blockaden zu lösen und krankhafte Veränderungen in Gelenken und Bindegewebe zu normalisieren.

Die Elektrotherapie wird hauptsächlich zur Schmerzlinderung, zur Verbesserung der Durchblutung und zur Veränderung der Muskelspannung eingesetzt. Die Wirkung hängt dabei von der Stromfrequenz ab: Man unterscheidet eine Nieder-, Mittel-, oder Hochfrequenztherapie.

Welche der oben genannten Verfahren der physikalischen Therapie bei Ihnen eingesetzt werden sollen, können Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt besprechen.