Rheumatoide Arthritis - Sexualität

Rheuma und Sexualität

Rheuma und Sexualität

Offenes Gespräch für viele verschiedene Formen zu lieben

Die Diagnose rheumatoide Arthritis muss nicht automatisch das Sexualleben hemmen. Trotzdem berichten viele Patienten, dass Schmerzen und vor allem die Müdigkeit die Sexualität beeinträchtigen.1 Auch können einige übliche Medikamente das sexuelle Verlangen sowohl beim Mann als auch bei der Frau reduzieren. Nicht zuletzt spielt sich auch viel im Kopf ab und hat mit der Realität gar nichts zu tun: Angst vor mangelnder Attraktivität durch eine chronische Erkrankung und weniger Selbstvertrauen sind mit die größten Lustkiller.

Essenziell ist auch hier: Lernen Sie, als Paar miteinander zu reden und einander zuzuhören. Finden Sie heraus, was jeder im sexuellen Bereich als gut empfindet, und was Unbehagen oder sogar Schmerzen verursacht. Nur das offene Gespräch ermöglicht einem Paar, sich die wechselnden Bedürfnisse mitzuteilen, die die rheumatische Arthritis mit sich bringen kann. Damit vermeidet man das Gefühl der Zurückweisung und unausgesprochenen Druck und kann Kompromisse eingehen, die für beide Seiten zufriedenstellend sind.

Um bei sexuellen Problemen wieder mit dem Partner ins Gespräch zu kommen, kann auch eine professionelle psychologische Unterstützung in Form einer Paartherapie helfen.

Referenzen

  1. Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.:
    Leben und Lieben mit Rheuma. Ein Leitfaden für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen. 1. Auflage 2011