Wie entsteht die rheumatoide Arthritis?

Überreagierendes Immunsystem steht im Vordergrund

Die Ursache für die rheumatoide Arthritis ist nicht eine Gelenkabnutzung wie bei der Arthrose, sondern eine fortschreitende Entzündung der Gelenke. Das bedeutet, die RA ist eine entzündliche Gelenkerkrankung.

Trotz der Fortschritte intensiver Forschungsarbeiten in den letzten Jahren ist noch nicht vollständig geklärt, wodurch die Entzündung im Gelenk ausgelöst wird. Jedoch ist eines sicher: Eine Überreaktion des Abwehrsystems (Immunsystem) unseres Körpers spielt eine sehr wichtige Rolle dabei (Welche Rolle spielt das Immunsystem bei der RA?).

Diese Überreaktion kann unter anderem ausgelöst werden durch Umwelteinflüsse wie Infektionskrankheiten und, bei entsprechender genetischer Vorbelastung, auch durch das Rauchen. So konnte man nachweisen, dass Patienten mit einer bestimmten genetischen Voraussetzung ein mehr als 20-fach erhöhtes Risiko zur Entwicklung einer rheumatoiden Arthritis haben, wenn sie Raucher waren.1 Auch scheint die RA bei Patienten, die rauchen, schwerer zu verlaufen als dies bei Nichtrauchern der Fall ist.

Wer ist von der rheumatoiden Arthritis betroffen?

Jährlich erkranken 25.000 Deutsche neu

Weltweit erkranken ca. 0,5 % bis 1 % der Bevölkerung an einer rheumatoiden Arthritis, die damit die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung ist.In Deutschland sind derzeit schätzungsweise 800.000 Menschen betroffen, jedes Jahr wird die Diagnose bei ca. 25.000 Menschen neu gestellt. Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer. Die Erkrankung kann in jedem Alter auftreten, am häufigsten zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr.1

Referenzen

  1. Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
    „Rheumatoide Arthritis. Therapie und Lebensperspektiven. Ein Ratgeber für Betroffene“. 5. Auflage, 2010