Biologika bei der ANCA-assoziierten Vaskulitis

B-Zell-Therapie

Wirkungsweise der B-Zellen-TherapieWirkungsweise der B-Zellen-Therapie

Eine B-Zell-Therapie mit Rituximab, einem so genannten Biologikum, greift zielgerichtet die B-Zellen an und schaltet diese aus.

Biologika sind gentechnisch hergestellte Eiweiße, die aus lebenden Zellkulturen gewonnen werden und körpereigenen Substanzen sehr ähnlich sind, daher der Name „biologische Medikamente“. Sie greifen zudem gezielt und direkt in das biologische Geschehen ein.

Die Vorstellung ist, dass mit der B-Zell-Therapie die Entzündung im Gefäß sozusagen „direkt an der Quelle“ wirksam bekämpft wird, weil B-Zellen zu Plasmazellen heranreifen und diese die bei der GPA und MPA wichtigen Auto-Antikörper „ANCA“ bilden. Zudem stimulieren B-Zellen ihrerseits auch andere Immunzellen, sodass eine B-Zell-Therapie Entzündungen im Gefäß gleich doppelt entgegenwirkt.

Die B-Zell-Therapie wird als Infusion in die Vene gegeben. Das übliche Dosierungsschema zur initialen Behandlung ist eine Infusion pro Woche über einen Zeitraum von vier Wochen. Anschließend kann die B-Zell-Therapie auch zum Erhalt der Krankheitskontrolle (Remission) eingesetzt werden. Hierzu werden meist die ersten beiden Infusionen im Abstand von zwei Wochen und alle folgenden im Abstand von 6 Monaten gegeben.