Was sind Immunsuppressiva?

Voraussetzung für einen Transplantationserfolg sind Immunsuppressiva

Immunsuppressiva führen zu einer künstlichen Schwächung des Immunsystems und verhindern so, dass ein Transplantat vom Immunsystem attackiert und abgestoßen wird. Immunsuppressiva sind dauerhaft einzunehmen, damit das neue Organ möglichst lange gut funktioniert.

Ein Nachteil der immunsuppressiven Behandlung besteht darin, dass Krankheitserreger wie Bakterien und Viren oder abnorme Zellen, die zu Tumoren führen können, vom Immunsystem nicht mehr richtig erkannt und beseitigt werden können. Eine immunsuppressive Therapie muss deshalb mit großer Fachkenntnis durchgeführt werden, damit einerseits das Transplantat ausreichend geschützt und andererseits das Infektions- und Tumorrisiko so gering wie möglich gehalten wird.

Die vom behandelnden Arzt festgelegten Medikamente und deren Dosierung sollten nie eigenmächtig verändert werden, da dies fatale Folgen für das Transplantat haben und eine Abstoßungsreaktion auslösen kann.

Zu beachten ist auch, dass viele frei verkäufliche Medikamente gegen „banale“ Beschwerden wie Schnupfen oder Kopfschmerzen Wechselwirkungen mit Immunsupressiva aufweisen und deren Wirksamkeit herabsetzen können. Deshalb sollte nie Medikamente oder pflanzliche Präparate eingenommen werden, ohne dies vorher mit den betreuenden Transplantationsärzten besprochen zu haben. Wenn Nebenwirkungen auftreten, sollte sofort Kontakt mit den behandelnden Transplantationsärzten aufgenommen werden.