Berufstätigkeit nach der Transplantation

Möglichst „ganz normal“ arbeiten

Normal arbeiten nach der Transplantation ist möglich

Wenn Sie sich nach der Transplantation erholt haben und Sie sich wohl fühlen, sollten Sie mit Ihrem Arzt absprechen, ab wann und in welchem Umfang Sie wieder berufstätig sein können. Durch die Arbeit haben Sie Erfolgserlebnisse und können sich von ständiger Selbstbeobachtung ablenken.

Viele Organtransplantierte können einige Zeit nach der Operation wieder uneingeschränkt berufstätig sein. Durch die Arbeit stehen Sie fest im Leben, Sie nehmen an den Problemen Ihrer Mitmenschen teil (und denken nicht ununterbrochen über Ihre eigene Gesundheit nach) und Sie können Erfolge verbuchen, wenn Sie Aufgaben gemeistert haben. Das alles ist gut für Ihr seelisches Gleichgewicht und für Ihr Selbstbewusstsein.

Da Sie nach der Transplantation regelmäßig Immunsuppressiva einnehmen müssen, ergeben sich gewisse Einschränkungen für Ihre Berufstätigkeit:

  • Der normale Tag-Nacht-Rhythmus soll beibehalten werden, Nachtarbeit ist deshalb unerwünscht
  • Ebenso ist körperliche Schwerarbeit nicht wünschenswert
  • Vermeiden Sie den Umgang mit organischen Lösungsmitteln, die vom Körper rasch aufgenommen werden und die Leber schädigen können
  • Sie sind besonders infektgefährdet. Deshalb sollten Sie nicht in sehr kalten Räumen arbeiten und auch nicht ständig zwischen kalten und warmen Räumen wechseln

Wann Sie wieder arbeiten dürfen, hängt davon ab, wie gut Sie sich fühlen und welche Anforderungen Ihr Beruf an Sie stellt. Eine Bürotätigkeit ermöglicht Ihnen einen früheren Wiedereinstieg ins Berufsleben als eine Arbeit, bei der Sie körperlich gefordert sind. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ab wann und wie viele Stunden pro Tag Sie arbeiten dürfen und welche Tätigkeiten für Sie in Frage kommen.