Glykosylierung  von Antikörpern


Antikörper sind, so wie viele andere natürliche Proteine, normalerweise mit ganz spezifischen Anordnungen von Zuckerketten (Kohlenhydraten) bestückt. Diese Zuckerketten können für künstlich hergestellte Antikörper optimiert werden und verleihen letzteren so eine deutliche Erhöhung ihrer therapeutischen Effizienz. Diese Technologie wird Glykosylierung genannt. 

Bei der Glykosylierung werden Antikörper mit einer veränderten Zuckerzusammenstellung hergestellt, so dass zum Beispiel der Zucker Fucose möglichst nicht verwendet wird. Sobald Fucose aus dem Spiel ist, können Immunzellen wie beispielsweise Makrophagen Antikörper effizienter binden. Damit wird die antikörperabhängige Zelltoxizität erhöht – also die Beseitigung von Krebszellen durch Zellen des Immunsystems.

Antikörper

Antikörpersind Y-förmige Eiweißkörper, die das Immunsystem als Reaktion auf ein Antigen bildet. Wenn sie an die speziell zu ihnen passende Antigene binden, lösen sie eine Reaktion der körpereigenen Abwehr aus.

Antigene

Antigenesind Moleküle, die eine Abwehrreaktion des Immunsystems auslösen können. Gegen sie bildet der Körper Antikörper.


Therapeutische Antikörper

Therapeutischer Antikörper

sind von Forschern entwickelte Antikörper, die auf eine bestimmte Krankheit abzielen. Man muss sie sehr sorgfältig entwerfen, damit der Körper sie akzeptiert.

Antikörperproduktion

Antikörperproduktion

erfolgt in Hefen, Bakterien oder speziellen Zellen, mit Erbinformationen von Nagern oder Kaninchen.


Zucker

Zuckerwird in einem Prozess namens Glykosylierung verwendet, um die therapeutischen Antikörper für den menschlichen Körper verträglich zu machen. 

Glykosylierung

Glykosylierungist ein Prozess, in dem Antikörper in einer ganz bestimmten Weise mit Kohlenhydraten versehen werden, um sie für den menschlichen Körper verträglich zu machen.