Multiplate Analyzer

Multiplate® Analyzer

  • Effiziente Thrombozytenfunktionsdiagnostik 
  • Leitlinienkonforme Diagnostik
  • Breites Anwendungsspektrum
  • Zuverlässige Ergebnisse mit eindeutiger Aussage 
  • Spezifische Bestimmung der Medikamentenwirkung ohne Einfluss anderer Störgrößen
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Merkmale

Multiplate analyzer

Neben den Systemen der cobas t Plattform für die Diagnostik der plasmatischen Gerinnung bietet der Multiplate® Analyzer die Möglichkeit einer schnellen Bestimmung der Thrombozytenfunktion. Die Kenntnis der Thrombozytenfunktion von Patienten kann für den behandelnden Arzt ein wichtiger Baustein sein, klinische Entscheidungen zu treffen und umzusetzen, insbesondere in der Kardiologie, Chirurgie und Intensivmedizin.

Mit Übernahme der Verum Diagnostica GmbH steht Roche Diagnostics mit dem Multiplate® Analyzer eine innovative und überzeugende Lösung für die Thrombozytenfunktionstestung zur Verfügung. Die hohe medizinische Wertigkeit des Systems resultiert aus seiner überzeugenden Prädiktivität für Thrombosen und Blutungen. Das ermöglicht eine patientenindividuelle aggregationshemmende Medikation und die Stratifizierung eines perioperativen Blutungsrisikos.

Insbesondere durch den hohen Standardisierungsgrad des Messverfahrens kann der Multiplate® Analyzer im Bereich der primären Hämostase neue Massstäbe bei der Patientenversorgung setzen. Das System ist daher für Roche eine ideale Ergänzung des neuen Gerinnungsportfolio.

Hohe Prädiktivität – für eine individuell angepasste, aggregationshemmende Therapie1-7

  • Ca. 20 % der Patienten unter Clopidogrel-Therapie zeigen keine ausreichende Medikamentenwirkung (low-responder).
  • Low-responder haben ein 5-10-fach höheres Risiko für ischämische Ereignisse. Diese Risikopatienten werden mit Multiplate zuverlässig erkannt.
  • Eine Umstellung auf neuere und potentere Medikamente hat Vor- und Nachteile; sie ist zudem mit 10-15-fach höheren Kosten verbunden.
  • Patienten, die überdurchschnittlich gut auf Clopidogrel ansprechen (high-responder), weisen ein 2,6-fach höheres Risiko für schwere Blutungen auf.
  • Viele Arbeitsgruppen berichten über die erfolgreiche Umsetzung von Multiplate-Ergebnissen
    in eine individuell angepasste, aggregationshemmende Therapie.

Hohe Prädiktivität – zur Stratifizierung des Blutungsrisikos8-12

  • Patienten, bei denen eine medikamentös bedingte Thrombozytenfunktionsstörung festgestellt wurde, haben ein erhöhtes Risiko für intra- und postoperative Blutungskomplikationen und/oder Transfusionsbedarf. Dieses Risiko wird mit Multiplate zuverlässig erkannt.
  • Der Einsatz des Multiplate-Analyzers kann das Management von Blutungskomplikationen im Rahmen chirurgischer Eingriffe verbessern.

Medizinischer Fokus13

  • Mehr als 250 Publikationen mit dem Multiplate® Analyzer in Medline gelistet
    Konsensuspapier der Arbeitsgruppe für „high on treatment platelet reactivity“ mit der Multiplate-Methode
  • Richtlinien mit Empfehlungen zur Thrombozytenfunktionstestung bei koronaren Bypass-Operationen und koronaren Interventionen für Patienten unter Clopidogrel-Therapie

Zuverlässige Ergebnisse

  • Einfaches, standardisiertes und schnelles Testverfahren aus Vollblut
  • Umfangreiches, CE-markiertes Parametermenü
  • 5 Kanäle für hohen Durchsatz
  • Hohe Sensitivität
  • Parallelbestimmung (2 Sensorenpaare) zur Qualitätskontrolle

Vorteile

Stärkung des Hämostaseportfolios

  • Effiziente Thrombozytenfunktionsdiagnostik mit hoher Prädiktivität für eine individuell angepasste, aggregations­hemmende Therapie und zur Stratifizierung des Blutungsrisikos

  • Leitlinienkonforme Diagnostik, z. B. integriert in die CLSI-Guidelines für Thrombozytenfunktionstestung

  • Breites Anwendungsspektrum, vom Routinebetrieb bis zu Forschungsanwendungen, von Labor- bis Point-of-Care-Diagnostik

  • Zuverlässige Ergebnisse mit eindeutiger Aussage durch patentiertes und standardisiertes Testverfahren mit automatischer Qualitätskontrolle

  • Spezifische Bestimmung der Medikamentenwirkung ohne Einfluss anderer Störgrößen (z. B. vWF oder Scherkräfte)

Spezifikationen

Technische Daten

1 - Messposition

  • Patentierte Messzelle mit doppeltem Sensorenpaar
  • Niedriges Probenvolumen: 300 μl Vollblut
  • 5 Messpositionen für die simultane Testung verschiedener Proben
  • Integrierte Qualitätskontrolle bei jeder Messung
  • Ergebnis innerhalb von 10 Minuten
  • Sensitive Signalerkennung mit grossem dynamischen Bereich

2 - Reagenz- und Probenbereich

  • 4 Positionen für Reagenzflaschen
  • 1 Probenposition
  • 9 Positionen für Reagenzaliquots
  • Abnehmbar für die Lagerung im Kühlschrank

3 - Elektronische Pipette

  • Vordefnierte Pipettierprogramme für die Routinetests
  • Flexibel für individuelle Applikationen
  • Audiovisuelle Benutzerführung
  • Ein-Knopf-Bedienung für einfaches und sicheres Pipettieren

4 - Software

  • Windows® XP-basierte Bedieneroberfläche
  • Vorprogrammierte Testeinstellungen
  • Automatische Analyse und Dokumentation der Messungen
  • Kontinuierliche Aufzeichnung der Messung

Hardware Spezifikationen

PC Prozessor: Intel Atom (1,6 GHz)
Arbeitsspeicher: 2 GB
Festplatte: min. 60 GB
Anschlüsse: USB 2.0/RS 232
Netzwerk: 100/1000 Mbit
Monitor: min. 15” TFT
Drucker: Laser printer (optional)
Eingabegerät: Tastatur in verschiedenen Sprachen; Maus
Software: Windows® XP Professional (Multi User Interface)
Abmessung Höhe: 11 cm
Breite: 32 cm
Tiefe: 45 cm
Gewicht: 11 kg
Elektrische Spezifikationen Gerät: 100-240 V; 50-60 Hz

Testmenü

Testmenü - Nachweis verschiedener Aktivierungswege

Cobas Multiplate Schaubild

Reagenz Beschreibung
ADPtest Test zur quantitativen in-vitro-Bestimmung der Thrombozytenfunktion nach Stimulation des Adenosindiphosphat- (ADP-)Rezeptors der Thrombozyten. Der wichtigste ADP-Rezeptor (P2Y12) wird durch ADP-Antagonisten wie Clopidogrel, Prasugrel and Tiklopidin blockiert.
ADPtest HS Die Zugabe des endogenen Inhibitors Prostaglandin E1 (PGE1) erhöht die Sensitivität des ADPtest HS gegenüber den Effekten von Clopidogrel und verwandten Medikamenten im Vergleich zum ADPtest.
ASPItest Test zur quantitativen in-vitro-Bestimmung der durch die Arachidonsäure, dem Substrat der Zyklooxygenase (COX), aktivierten Thrombozytenfunktion. COX bildet Thromboxan A2 (TXA2), einen potenten Thrombozytenaktivator, und wird von COX – Inhibitoren wie z.B. Aspirin® und NSAIDs blockiert.
TRAPtest Test zur quantitativen in-vitro-Bestimmung der durch TRAP-6 aktivierten Thrombozytenfunktion. TRAP-6 bindet direkt am Thrombin-Rezeptor des Thrombozyten und führt zu einer sehr starken Throbozytenaktivierung. Der TRAPtest erlaubt somit die Messung der Wirkung von GpIIb/IIIa-Antagonisten auch in Patienten unter Aspirin® - und Clopidogrel Behandlung.
RISTOtest Test zur quantitativen in-vitro-Bestimmung des von Willebrand Faktors (VWF) und der Glykoprotein Ib (GpIb) abhängigen Plättchenaggregation (benutzt Ristocetin).
COLtest Test zur quantitativen in-vitro-Bestimmung der durch Kollagen aktivierten Thrombozytenfunktion. Es kommt zur Freisetzung von Arachidonsäure, welche durch die Zyklooxygenase zu Thromboxan A2 matabolisiert wird.
Prostaglandin E1 Reagent Reagenz zur quantitativen in-vitro-Bestimmung der durch Prostaglandin E1 (PGE1) verstärkten Aktivierung der Thrombozytenfunktion durch Adenosindiphosphat (ADP). Zur Beurteilung des ADPtest HS (high sensitivity) und von Positivkontrollen (d. h. abormalen Kontrollen) des ADPtests.
ASA Reagent Das ASA Reagent (Acetylsalicylsäure) kann als Kontrolllösung für Thrombozytenfunktionstests verwendet werden. Die Zugabe von ASA Reagent zur Blutprobe führt zu verminderten Aggregationsantworten von ASPItest und COLtest.
GPIIb/IIIa Antagonist Reagent Das Reagenz kann als Kontrolllösung für Thrombozytenfunktionstests verwendet werden. Das Reagenz wird zusammen mit dem Multiplate® Aktivierungsreagenz TRAPtest eingesetzt. Die Zugabe von GPIIb/IIIa Antagonist Reagent zu einer Blutprobe führt zu einer stark reduzierten Aggregation im TRAPtest.

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Vorträge auf dem Roche Symposium, ESC Kongress 2013

Dr. Dániel Aradi
Routine monitoring in ACS patients improves outcomes: experiences from a national program in Hungary
Länge: 19:27 Minuten

PD Dr. Dirk Sibbing
Management of anti-platelet therapy using multiple electrode aggregometry: Study results and future options
Länge: 21:03 Minuten

Prof. Dr. Julinda Mehilli
Summary and discussion: monitoring of platelet function in PCI patients in clinical routine 
Länge: 21:03 Minuten

Referenzen

  1. Müller-Schunk, S. et al. (2008).
    Monitoring of clopidogrel-related platelet inhibition: correlation of nonresponse with clinical outcome in supra-aortic stenting. Am J Neuroradiol.; 29(4): 786-91.
  2. Bonello, L. et al. (2010).
    Consensus and future directions on the definition of high on-treatment platelet reactivity to adenosine diphosphate. J Am Coll Cardiol. Sep 14;56(12):919-33.
  3. Sibbing, D. et al. (2010).
    Platelet aggregation and its association with stent thrombosis and bleeding in clopidogrel-treated patients: initial evidence of a therapeutic window. J Am Coll Cardiol. Jul 20;56(4):317-8.
  4. Sibbing, D. et al. (2012).
    J Am Coll Cardiol; 59;E265.
  5. Christ, G. et al. (2011).
    Eurointervention; Vol 7;Suppl M.
  6. Hazarbasanov, D. et al. (2012).
    Tailoring clopidogrel dose according to multiple electrode aggregometry decreases the rate of ischemic complications after percutaneous coronary intervention. J Thromb Thrombolysis. Jan 15. [Epub ahead of print]
  7. Levine, G.N. et al. (2011).
    ACCF/AHA/SCAI Guideline for Percutaneous Coronary Intervention: executive summary: a report of the American College of Cardiology Foundation/American Heart Association Task Force on Practice Guidelines and the Society for Cardiovascular Angiography and Interventions. Circulation. Dec 6;124(23):2574-609
  8. Ranucci, M. et al. (2011).
    Multiple electrode whole-blood aggregometry and bleeding in cardiac surgery patients receiving thienopyridines. Ann Thorac Surg. Jan;91(1):123-9
  9. Wang, H., Leff, J., Nair, S., Shore-Lesserson, L. (2012).
    Use of multiple electrode aggregometry (MEA) in predicting postoperative bleeding and transfusion requirements after cardiopulmonary bypass surgery, a prospective observational study. Anesth Analg;114(suppl);1-94r
  10. Reece, M.J. et al. (2011).
    Near-patient platelet function testing in patients undergoing coronary artery surgery: a pilot study. Anaesthesia. Feb;66(2):97-103.
  11. Rahe-Meyer, N., et al. (2008).
    An evaluation of cyclooxygenase-1 inhibition before coronary artery surgery: aggregometry versus patient self-reporting. Anesth Analg. Dec;107(6):1791-7.
  12. Rahe-Meyer N, et al.
    Platelet concentrates transfusion in cardiac surgery and platelet function assessment by multiple electrode aggregometry. Acta Anaesthesiol Scand. 2009 Feb;53(2):168-75.
  13. Clinical and Laboratory Standards Institute (CLSI) document H58-A.
    Platelet Function Testing by Aggregometry; Approved Guideline. 2008ISBN 1-56238-683-2