Laborgeräte, die zur allgemeinen Ausstattung eines medizinischen Labors gehören, sind zum Beispiel Laborbehälter, Mikroskope und Laborwaagen, deren Funktionen allgemein bekannt sind. Hinzu kommen spezielle Diagnostikgeräte.
Auch Zentrifugen zählen in medizinischen Laboren zur Grundausstattung. Sie werden bei zahlreichen Verfahren eingesetzt und arbeiten nach dem Sedimentationsprinzip. Das heißt, sie nutzen die Zentrifugalkraft, um Substanzen mit unterschiedlicher Dichte voneinander zu trennen.
Im Laborbereich werden Zentrifugen nach ihren Spezifikationen unterschieden:
Mikroliter-Zentrifugen
Sie sind für Röhrchen mit einem Volumen von 0,2 ml bis 2,0 ml ausgelegt. Sie verfügen über eine kompakte Bauweise und haben einen geringen Platzbedarf.
Zentrifugen mit mittlerer Drehzahl
Sie eignen sich für klinische Anwendungen, wie beispielsweise die Zentrifugation von Blutentnahmeröhrchen. Darum bezeichnet man sie häufig auch als klinische Zentrifugen.
Universal-Hochgeschwindigkeitszentrifugen
Sie sind auf eine extrem hohe Drehzahl optimiert. Je nach Modell sind sie in der Lage, Gravitationskräfte von bis zu 1.000.000 G zu erreichen. Durch die Luftreibung entsteht zwangsläufig Wärme. Bei vielen Proben besteht aber die Notwendigkeit, sie auf eine bestimmte Temperatur zu halten. Daher verfügen viele Universal-Hochgeschwindigkeitszentrifugen über eine Kühlung oder sind temperaturgeregelt.
Allerdings gibt es auch Laborgeräte, die nur in bestimmten medizinischen Bereichen genutzt werden: So ist beispielsweise in der klinischen Chemie ein Blutanalysegerät unverzichtbar, mit dem man physiologische Parameter, wie zum Beispiel Hämoglobin, bestimmen kann.
In anderen medizinischen Bereichen werden hingegen Apparaturen und Instrumente genutzt, die man auch in einem klassischen chemisch-analytischen Labor findet. Dazu zählen unter anderem HPLC-Geräte, die unter anderem zur Präparation und Analyse von Stoffen mit hohen Molekulargewichten wie Proteinen genutzt werden.