Laut einer Studie zur Sexualität Erwachsener (GeSiD-Studie) haben nur 31 % der Frauen jemals mit einer Ärztin oder einem Arzt über sexuell übertragbare Infektionen gesprochen. Sie als gynäkologisches Fachpersonal dienen als kompetenter Ratgeber. Die Aufklärung Ihrer Patientinnen ist wichtig, damit jede Frau Verantwortung für ihren Körper übernehmen kann. [1]

Seit dem 01. April 2020 gilt eine Änderung des Screening-Modells im Bezug auf die Testung von Chlamydien. Dadurch wird die medizinische Beratung des Gynäkologen honoriert. [2]

In Deutschland sind die Screening-Raten niedriger als in anderen Ländern. Durch die Änderung des Screening-Modells soll die Teilnahmerate erhöht werden.

Für Frauen unter 25 Jahren wird das Chlamydien-Screening einmal jährlich von der Krankenkasse bezahlt. Die Patientin muss für den Test nichts bezahlen. [2]

Als Gynäkologin/Gynäkologe spielen Sie eine wichtige Rolle beim Eindämmen von sexuell übertragbaren Infektionen in Deutschland!

Sexuell übertragbare Infektionen verlaufen oft asymptomatisch oder zeigen unspezifische Beschwerden. Eine fehlende Behandlung kann zu Entzündungen der Geschlechtsorgane bis hin zur Infertilität führen. Deshalb sind regelmäßige Tests auch dann wichtig, wenn die Patientin keine Symptome aufweist.

Eine Meldepflicht besteht nach dem Infektionsschutzgesetz nur für HIV und Syphilis. Deshalb existieren in Deutschland für andere sexuell übertragbare Infektionen keine amtlichen Zahlen. [3]

In Deutschland infizieren sich jedes Jahr rund 300.000 Menschen mit Chlamydien. In ca. 70 % der Fälle verläuft die Infektion symptomlos. Seit Längerem geht man davon aus, dass die Dunkelziffer ca. zehn Mal so hoch liegt.[3][4][5]

Der ermöglicht den gleichzeitigen Nachweis von zwei Erregern: Chlamydia trachomatis (CT) und Neisseria gonorrhoeae (NG). Sie gehören zu den am häufigsten sexuell übertragenen Infektionen. Der Test eignet sich für symptomatische und asymptomatische Personen.

unterstützen bei der Befundung und helfen Infektionsketten zu unterbrechen. Die seit 2022 vermehrt auftretenden Fälle von Affenpocken können nach derzeitigem Wissenstand bei engem Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen werden (vor allem durch Körperflüssigkeiten), so dass auch eine Ansteckung bei sexuellen Handlungen in Betracht gezogen wird.


PD Dr. med. Ziad Hilal, MIAC

Facharzt für Frauenheilkunde & Geburtshilfe

"Sexuell übertragbare Krankheiten sind nicht zu unterschätzen. In meiner Sprechstunde sensibilisiere ich meine Patientinnen für die Chlamydientestung. Insbesondere im Rahmen der Familienplanung junger Frauen sollte durch ein effektives Screening mittels PCR-Testung die Entwicklung einer sekundären Sterilität vorgebeugt werden."

ZYDOLAB in Dortmund, Institut für klinische Zytologie und Immunzytochemie

Der kostenlose Flyer bietet für Ihre Patientin einen Überblick zum Thema Chlamydien und Verhütung.

Nicht nur die Kommunikation über sexuell übertragbare Infektionen fällt vielen Deutschen schwer, sondern auch das Wissen darüber ist optimierungsbedürftig. Bei einer bundesweiten wissenschaftlichen Befragung zu Gesundheit und Sexualität (GeSiD-Studie) kannten nur ca. 12 % der Befragten die Infektionskrankheit Chlamydien.[6]

Schauen Sie sich den Fragebogen und die Ergebnisse der Studie an.

Sexuell übertragbare Infektionen sind auf dem Vormarsch. Als Gynäkologin/Gynäkologe tragen Sie eine wichtige Rolle beim Eindämmen von Infektionskrankheiten. Die Tatsache, dass eine Vielzahl von Geschlechtskrankheiten symptomlos verlaufen, begünstigt die Ausbreitung dieser. In diesem Artikel aus der Diagnostik im Dialog können Sie sich einen Überblick über die häufigsten bakteriellen Geschlechtskrankheiten verschaffen.

Eine Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Prävention von

Vergütungsmodell der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) für

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  1. Deutsches Ärzteblatt (27.04.2021)

  2. Deutsches Ärzteblatt (27.04.2021)

  3. Deutsches Ärzteblatt (27.04.2021)

  4. Berufsverband der Frauenärzte (27.04.2021)

  5. Robert-Koch-Institut (27.04.2021)

  6. Wissenschaftliche Befragung zu Gesundheit und Sexualität (GeSiD-Studie) der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (27.04.2021)

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