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Mehr Klarheit in der Vorsorge

Gebärmutterhalskrebs frühzeitig erkennen und gezielt handeln

Frauen erkranken jedes Jahr weltweit an Gebärmutterhalskrebs [1]

dieser Erkrankungen werden durch humane Papillomviren (HPV) verursacht [2]

Die meisten HPV-Infektionen heilen von selbst wieder aus, manche entwickeln sich jedoch zu Gebärmutterhalskrebs [1]

aller Gebärmutterhalskrebs-erkrankungen sind heilbar, wenn sie bei der Vorsorgeuntersuchung frühzeitig erkannt werden [3]

Was ist Gebärmutterhalskrebs?

Gebärmutterhalskrebs ist eine Erkrankung am unteren, schmalen Teil der Gebärmutter – dem Gebärmutterhals. Der Gebärmutterhals wird von einer sich regelmäßig erneuernden Schleimhaut ausgekleidet. Durch eine Infektion mit bestimmten Typen des Humanen Papillomvirus (HPV) kann es in diesem Bereich zu bösartigen Zellveränderungen kommen, welche unbehandelt zu der Ausbildung von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) führen können [4]. Eine Infektion mit HPV stellt die Hauptursache für diese Krebsart dar. HP-Viren werden durch Hautkontakt übertragen – meist beim Geschlechtsverkehr. Frauen und Männer können sich gleichermaßen mit HPV infizieren, in den meisten Fällen ohne es zu merken oder krank zu werden. Das Risiko für die Ausbildung von Gebärmutterhalskrebs lässt sich reduzieren, indem eine mögliche Vorstufe früh erkannt wird. Frühzeitig erkannt, lässt sich die Krankheit gut behandeln und in den meisten Fällen sogar heilen [5].

Hier finden Sie mehr Informationen über HPV, Gebärmutterhalskrebs und dessen Entstehung

Was Sie über die Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge wissen sollten

Trotz zahlreicher Möglichkeiten der aktiven Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge bildet Gebärmutterhalskrebs mit 570.000 Neuerkrankungen und ~ 311.000 Sterbefällen weltweit (Jahr 2018) noch immer die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen [1, 6]. In Deutschland erkrankten 2017 4.341 Frauen neu an Gebärmutterhalskrebs [7]. Deshalb ist es wichtig, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen und sein Risiko für eine HPV-Infektion zu kennen.

Durch das altersabhängige Programm zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs können seit 01.01.2020 Frauen ab 20 Jahren jährlich einen Pap-Abstrich und Frauen ab 35 Jahren alle drei Jahre eine Kombinationsuntersuchung bestehend aus Pap-Abstrich und HPV-Test in Anspruch nehmen. Der HPV-Test hilft, das Risiko für Gebärmutterhalskrebs besser einzuschätzen.

Wie sieht die aktuelle Vorsorge aus?

  • Durch den Pap-Test können Zellveränderungen am Gebärmutterhals erkannt werden.

  • Der Frauenarzt streicht Zellen von Muttermund und Gebärmutterhalskanal ab, die anschließend mikroskopisch auf Zellveränderungen untersucht werden.

  • Weist der Test ein negatives Ergebnis auf, ist Ihr Abstrich unauffällig und Sie können weiterhin am Routinescreening teilnehmen.

  • Bei einem auffälligen Ergebnis wurden veränderte Zellen gefunden. Weitere Untersuchungen sind notwendig um eine sichere Diagnose zu stellen.

20 bis 34 Jahre: jährlicher Pap-Abstrich

  • Durch den HPV-Test kann ermittelt werden, ob eine Infektion mit Hochrisiko HPV-Typen besteht.

  • Der Frauenarzt streicht Zellen vom Gebärmutterhals ab, die im Labor in einem PCR-Testverfahren automatisiert auf Hochrisiko HP-Viren untersucht werden.

  • Bei einem negativen Ergebnis ist das Risiko äußerst gering, in den nächsten Jahren an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.

  • Bei einem positiven Ergebnis besteht ein höheres Risiko für den Krebs, weitere Untersuchungen sind notwendig.

  • Wichtig ist es, einen klinisch geprüften Test zu verwenden.

Seien Sie informiert und nehmen Sie Ihre Vorsorge aktiv in die Hand! Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt über die bestmögliche Vorgehensweise.

Ab 35 Jahren: Ko-Testung aus Pap- und HPV-Test im Drei-Jahres-Rhythmus

Was passiert, wenn mein Test Auffälligkeiten zeigt?

Ein auffälliger Pap-Befund oder ein positiver HPV-Test bedeuten nicht, dass Sie Krebs haben. Das Ergebnis zeigt jedoch ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Krebsvorstufen an. Um bei Frauen mit auffälligem Befund zwischen Verdacht und tatsächlicher Erkrankung zu unterscheiden, eignet sich der Einsatz eines Biomarker-Tests, zum Beispiel der CINtec® PLUSTest.

Hier finden Sie mehr Informationen über die Bedeutung Ihres Test-Befundes

Was passiert bei der Untersuchung mit dem CINtec® PLUS Test?

Dieser Test untersucht das im Rahmen eines Abstrichs entnommene Zellmaterial auf körpereigene Stoffe, sogenannte Biomarker, die in Krebszellen und deren Vorläufern vorkommen. Auf diese Weise lassen sich krankhaft veränderte Zellen sichtbar machen.

Hier finden Sie mehr Informationen über den CINtec® PLUS Test

Wie gehe ich nach einem auffälligen CINtec® PLUS Testergebnis weiter vor?

Sind im Rahmen des CINtec® PLUS Tests auffällige Zellveränderungen entdeckt worden, sollte eine genauere Untersuchung erfolgen. Dazu wird in den meisten Fällen eine Kolposkopie durchgeführt. Gegebenenfalls kann während der Untersuchung außerdem eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen werden. Eine einfache Kolposkopie kann von vielen niedergelassenen Frauenärzten selbst durchgeführt werden. Je nach Situation kann jedoch auch zu einer sogenannten Dysplasiesprechstunde überwiesen werden, eine Spezialsprechstunde für Veränderungen am Gebärmutterhals [11].

Eine Kolposkopie ist eine optische Untersuchung des Gebärmutterhalses mithilfe einer Scheidenlupe (Kolposkop). Potenzielle Zellveränderungen im Bereich des Gebärmutterhalses können so durch das Auftragen von Essigsäure, welche zu einer temporären Weißfärbung von verändertem Gewebe führt, genauer inspiziert werden [11].

Sind bei der Kolposkopie Veränderungen aufgefallen, kann eine Gewebeprobe (Biopsie) aus den verdächtigen Bereichen an Muttermund und Gebärmutterhals entnommen werden. Das entnommene Gewebe wird anschließend in einem Labor unter dem Mikroskop begutachtet. Anhand der Diagnosestellung nach der Untersuchung der Gewebeprobe kann im Anschluss der Verdacht auf Gebärmutterhalskrebs bestätigt werden und eine Therapieentscheidung wird getroffen [11].

  • Kolposkopie
  • Biopsie

Bestätigt sich der Verdacht auf Gebärmutterhalskrebs oder eine seiner Vorstufen, folgen weitere Untersuchungen. Ziel ist es herauszufinden, wie weit sich der Tumor ausgebreitet hat, ob Lymphknoten befallen sind und ob sich Metastasen gebildet haben. Weitere bildgebende Verfahren wie Magnetresonanztomografie (MRT) oder Computertomografie (CT) kommen zum Einsatz, falls sich der Tumor in tiefere Gewebeschichten ausgebreitet hat. Zusätzlich wird oft eine Bauchspiegelung gemacht, bei der Lymphknoten entnommen werden. Mithilfe der Daten lässt sich genau feststellen, in welchem Stadium sich der Tumor befindet (Staging). Daraus ergibt sich wiederum, welche Behandlung am besten geeignet ist [12]. Die wichtigsten Therapieverfahren zum Behandeln von Gebärmutterhalskrebs sind Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie. Welche Behandlung im Einzelfall nötig ist, hängt vor allem davon ab, wie groß der Tumor ist, ob und in wieweit er sich ausgebreitet hat.

Wie sieht die aktuelle Vorsorge aus?

Was tun bei auffälligem Befund?

HPV bei Jungen und Männern

Stephanies Diagnose

Wieso ist die Vorsorge so wichtig?

Wie sieht die aktuelle Vorsorge aus?

Was tun bei auffälligem Befund?

HPV bei Jungen und Männern

Stephanies Diagnose

Wieso ist die Vorsorge so wichtig?

Wie sieht die aktuelle Vorsorge aus?

Das sagt die Betroffene Stephanie G. über die Gebärmutterhalskrebsvorsorge

Für Sie auch interessant

  1. World Health Organization. Cervical Cancer. Human Papillomavirus (HPV) and cervical cancer. Key facts.

    https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/human-papillomavirus-(hpv)-and-cervical-cancer

  2. http://www.cancer.gov/about-cancer/causes-prevention/risk/infectious-agents/hpv-fact-sheet

  3. Fontham, Elizabeth et. al, Cervical cancer screening for individuals at average risk: 2020 guideline update from the American Cancer Society, CA Journal, July 30, 2020

    https://acsjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.3322/caac.21628

  4. Krebsinformationsdienst. Deutsches Krebsforschungszentrum. Gebärmutterhalskrebs: Krebsentstehung, Anatomie, Häufigkeit

    https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/gebaermutterhalskrebs/was-ist-gebaermutterhalskrebs.php

  5. Kiechle, M. (2011). Gynäkologie und Geburtshilfe. (Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, München/Jena)

  6. World Health Organization. Cervical Cancer.

    https://www.who.int/cancer/prevention/diagnosis-screening/cervical-cancer/en/

  7. Robert Koch Institut. Zentrum für Krebsregisterdaten. Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom).

    https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Gebaermutterhalskrebs/gebaermutterhalskrebs.html

  8. STIKO empfiehlt HPV-Impfung für Jungen.

    https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Vorabinformation_HPV_Jungen.html

  9. International Agency for Research on Cancer (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO). IARC monographs.

    https://monographs.iarc.fr/wp-content/uploads/2018/06/mono100B-11.pdf

  10. Simms et al. Lancet Oncol. 2019;20:394-407.

  11. Krebsinformationsdienst. Deutsches Krebsforschungszentrum. Gebärmutterhalskrebs: Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs

    https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/gebaermutterhalskrebs/vorstufen.php

  12. Das K-Wort. Gebärmutterhalskrebs: Alles, was wichtig ist

    https://daskwort.de/krebsarten/gebaermutterhalskrebs/gebaermutterhalskrebs-alles-was-wichtig-ist#c3472

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