CMV-Erkrankung

Wie kommt es zu einer CMV-Erkrankung?

In der Regel kann das menschliche Immunsystem das Cytomegalie-Virus im Körper erfolgreich kontrollieren. Zu einer ernsten CMV-Erkrankung kann es kommen, wenn das Immunsystem durch eine Vorerkrankung oder durch Medikamente geschwächt ist bzw. unterdrückt wird.

Hier kann die rechtzeitig eingeleitete CMV-Frühtherapie mit einem Virostatikum mit großer Sicherheit das Auftreten einer symptomatischen CMV-Erkrankung verhindern. Unterbleibt jedoch die Behandlung, schreitet die Virusvermehrung fort und nach einiger Zeit können "grippeähnliche" Symptome auftreten, wie z.B. Abgeschlagenheit, Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Blutbildveränderungen. Dieses Stadium wird als CMV-Syndrom bezeichnet. Im weiteren Verlauf kann es zu schweren CMV-Erkrankungen u.a. der Lunge, Leber, Niere, des Herzens und der Netzhaut des Auges kommen. Häufig ist auch das Knochenmark beteiligt, was zur Abnahme der roten (Erythrozyten) und weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sowie der Blutplättchen führen kann. Dadurch kann es zu einer weiteren Schwächung der Immunabwehr und zu einer erhöhten Infektionsgefahr durch andere Erreger wie Bakterien oder Pilze kommen.

Diese schweren Formen der CMV-Erkrankung sind in den letzten Jahren, dank sorgfältiger CMV-Vorbeugungsprogramme, selten geworden.