Untersuchungen nach der Diagnose Darmkrebs

Wenn Darmkrebs diagnostiziert wurde, werden weitere Untersuchungen durchgeführt, die größtenteils dazu dienen, genauere Informationen über den Fortschritt der Erkrankung zu erhalten. Wichtig für die Bestimmung des Krankheitsstadiums ist zum Beispiel die Größe und Ausdehnung des Tumors, ob benachbarte Lymphknoten von Krebszellen befallen sind, ob der Tumor in benachbarte Organe eingewachsen ist oder ob Fernmetastasen vorhanden sind.

Weitere Untersuchungen, die durchgeführt werden können, sind:

Blutuntersuchung

Eine Blutuntersuchung liefert dem Arzt wichtige Informationen über den allgemeinen Gesundheitszustand Ihres Körpers und die Funktion einzelner Organe (z.B. Leber oder Nieren). Die Ergebnisse der Untersuchung sind wichtig für die Planung der Therapie von Darmkrebs.
Außerdem können bei einer Blutuntersuchung so genannte Tumormarker bestimmt werden. Dabei handelt es sich um Eiweiße, die von Krebszellen gebildet werden. Der wichtigste Tumormarker bei Darmkrebs ist das Carcino-embryonale Antigen (CEA), das bei vielen Betroffenen erhöht ist. Die Bestimmung der Tumormarker wird vor allem zur Kontrolle des Therapieverlaufs durchgeführt, da die Konzentration des CEA nach der operativen Entfernung des Tumors absinkt. Steigt die Konzentration wieder an, könnte dieses auf ein Wiederauftreten der Erkrankung hinweisen.

Ultraschalluntersuchung

Bei einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie) kann Ihr Arzt mithilfe eines so genannten Schallkopfs, der über die Haut geführt wird, die inneren Organe kontrollieren. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Organen im Bauchraum (Leber, Gallenblase, Milz, Bauchspeicheldrüse und Nieren) und den dazugehörigen Lymphknoten und Blutgefäßen. Ein möglicher Befall der Lymphknoten mit abgesiedelten Krebszellen oder eventuell vorhandene Metastasen können auf diese Weise entdeckt werden. Eine Spezialform der Ultraschalluntersuchung ist die Endosonographie, bei der der Schallkopf in den Mastdarm eingeführt wird. Der Arzt kann damit beurteilen, wie weit der Tumor in die Darmwand eingewachsen ist.

Röntgenuntersuchung

Mithilfe einer Röntgenuntersuchung des Dickdarms können Veränderungen der Darmwand, wie Polypen, Verdickungen oder Geschwüre festgestellt werden. Da dieses allerdings auch mit einer Darmspiegelung möglich ist und dabei bessere Ergebnisse erzielt werden, wird die Röntgenuntersuchung nur noch selten durchgeführt. Sie kommt vor allem zum Einsatz, wenn eine Darmspiegelung aufgrund von Verengungen nicht möglich ist. Allerdings spielt die Röntgenuntersuchung des Brustkorbs (Röntgen-Thorax) bei Darmkrebs eine große Rolle, bei der die Lunge auf Metastasen untersucht wird.

Computer- und Magnetresonanztomographie

Mithilfe der Computer- (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) kann zum einen die Lage und Ausbreitung eines Tumors beurteilt werden, zum anderen können mögliche Metastasen ausfindig gemacht werden. Die CT arbeitet dabei mit Röntgenstrahlen, die MRT mit Magnetfeldern. Beide bildgebenden Verfahren ermöglichen es, sehr detaillierte Querschnittsaufnahmen des Körpers zu erhalten.

CT und MRT können auch alternativ zu einer Darmspiegelung durchgeführt werden, wenn diese nicht möglich ist.