Darmkrebs - Strahlentherapie

Eine Strahlentherapie (Radiotherapie) wird nur beim Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom) – meist in Kombination mit einer Chemotherapie (Radiochemotherapie) - eingesetzt.

Bei der Strahlentherapie werden durch eine Bestrahlung mit sehr energiereichen, ionisierenden Strahlen gezielt Schäden im Erbgut von Zellen verursacht. Gesunde Zellen besitzen ein zelleigenes Reparatursystem, durch das sie in der Lage sind, diese Schäden teilweise zu beheben. Bei Krebszellen funktioniert dieses System weniger gut, sodass die Schäden nicht schnell genug repariert werden können und die Zellen absterben.

Zielsetzung der Strahlentherapie ist, dass die Krebszellen eine möglichst hohe Strahlendosis erhalten, das umgebende gesunde Gewebe dabei aber so wenig wie möglich geschädigt wird.

Ablauf der Strahlentherapie

Die Strahlentherapie besteht aus einer täglichen, etwa 10-minütigen Bestrahlung. Meist wird sie in Kombination mit einer Chemotherapie durchgeführt (Radiochemotherapie). Über einen Zeitraum von meist etwa 5 Wochen wird dabei jede Woche jeweils an 5 aufeinander folgenden Tagen bestrahlt. Danach folgt eine 2-tägige Behandlungspause.

Die Strahlentherapie wird in einem strahlensicheren Raum durchgeführt, in dem sich außer dem Patienten keine weitere Person befinden darf. Über einen Lautsprecher besteht aber stets Kontakt zu Ärzten und Pflegepersonal.

Vor Beginn der Bestrahlung stellt der Strahlentherapeut das Bestrahlungsgerät genau auf den zu behandelnden Bereich ein. Dabei kann er Begrenzungen zu allen Seiten und Eindringtiefe der Strahlen festlegen. Auf diese Weise ist es möglich, die Strahlen konzentriert in die Krebszellen zu leiten und das umliegende, gesunde Gewebe möglichst wenig zu belasten.

Nebenwirkungen der Strahlentherapie

Da bei der Strahlentherapie der zu behandelnde Bereich gezielt auf die Krebszellen fokussiert wird, treten die meisten möglichen Nebenwirkungen nur im bestrahlten Körperbereich auf.

Als Nebenwirkungen einer Strahlentherapie können beispielsweise auftreten:

  • Entzündungen der Haut rund um den Anus
  • Brennen beim Wasserlassen
  • Blasenentzündungen
  • Durchfall
  • Fisteln
  • Infektionen

Die meisten dieser Nebenwirkungen können mit intensiver Hautpflege und Medikamenten meist gut behandelt werden und sind meist wenige Wochen nach Abschluss der Strahlentherapie wieder vollständig abgeklungen. Sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt bei Auftreten von Nebenwirkungen, er kann Ihnen entsprechende Tipps und Medikamente geben, um die Beschwerden zu vermeiden oder zu lindern.