Verbreitung und Symptome - Darmkrebs

Verbreitung von Darmkrebs

Unter dem Begriff Darmkrebs werden alle bösartigen Tumore des Darms zusammengefasst. Diese können grundsätzlich in jedem Darmabschnitt entstehen, am häufigsten treten aber Tumore des Dickdarms (Kolonkarzinom) und des Mastdarms (Rektumkarzinom) auf. Diese werden auch als kolorektale Karzinome bezeichnet.

Wie verbreitet ist Darmkrebs?

Darmkrebs ist die häufigste Krebsart in Deutschland. Differenziert man die Erkrankungszahlen nach Geschlechtern, steht der Darmkrebs bei Männern an dritter und bei Frauen an zweiter Stelle. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts erkranken jährlich etwa 70.000 Menschen an Darmkrebs, wobei die Anzahl der Neuerkrankungen steigend ist. Männer und Frauen sind dabei etwa gleich häufig betroffen.1

Die häufigsten Krebsarten in Deutschland 2012 (Quelle: RKI, Grafik: Roche)

Die häufigsten Krebsarten in Deutschland 

Obwohl die Zahl der Neuerkrankungen in den vergangenen Jahren zugenommen hat, sterben weniger Betroffene an ihrer Darmkrebserkrankung. Immer mehr Menschen können langfristig mit ihrer Erkrankung leben oder werden sogar komplett geheilt.1

Das durchschnittliche Erkrankungsalter für Darmkrebs liegt bei Männern bei zirka 69 und bei Frauen bei etwa 75 Jahren. Weniger als fünf Prozent der Betroffenen sind jünger als 40 Jahre, wobei es sich in diesen Fällen meist um eine erblich bedingte Form von Darmkrebs handelt.1

In 70 Prozent der Fälle wird die Erkrankung im Alter zwischen dem 50. und 80. Lebensjahr festgestellt. Daher sind Vorsorgeuntersuchungen ab dem 50. Lebensjahr sinnvoll und wichtig, um den Darmkrebs möglichst früh zu erkennen. Zudem können bei einer Darmspiegelung Vorstufen von Darmkrebs schnell und schmerzfrei entfernt werden. Somit kann das Entstehen von Darmkrebs aktiv verhindert werden.1

Mit welchen Symptomen äußert sich Darmkrebs?

Zu Beginn der Erkrankung treten bei Darmkrebs nur in seltenen Fällen Symptome auf. Häufig kommt es erst im fortgeschrittenen Stadium zu Beschwerden.

Anzeichen für Darmkrebs können Stuhlunregelmäßigkeiten wie ein Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung oder ein bleistiftdünner Stuhl sein.

Weitere mögliche Symptome sind Blutauflagerungen auf dem Stuhl, krampfartige Bauchschmerzen, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Übelkeit oder Appetitlosigkeit.

Diese Beschwerden können auch Zeichen einer harmloseren Erkrankung wie dem Reizdarm-Syndrom sein. Dennoch sollte, wenn diese Symptome auftreten, ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursachen der Beschwerden abzuklären.

Referenzen

  1. Krebs in Deutschland 2011/2012. Hrsg. RKI und GEKID, Berlin 2015
  2. Schmoll, H.-J., Höffgen, K., Possinger, K.: Kompendium Internistische Onkologie: Standards in Diagnostik und Therapie. Springer, Heidelberg 2006