Eierstockkrebs

Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)

Viele Forschungsergebnisse haben dazu beigetragen, die Therapieergebnisse von Patientinnen mit Eierstockkrebs sowohl im frühen als auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung zu verbessern.

Wer ist von Eierstockkrebs in Deutschland betroffen?

7800 Frauen erkranken pro Jahr an einem Ovarialkarzinom.1
Eierstockkrebs ist die zweithäufigste bösartige Erkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane.2

Fakten1
Fakten2

Welche Arten von Ovarialkarzinomen gibt es?

Die Eierstöcke bestehen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Zellen.
Eierstockkrebs wird nach der Art der betroffenen Zelle kategorisiert.

unterschiedliche Zellen
  1. Keimzelltumore
    beginnen in den Keimzellen, den Zellen aus denen die Eizellen entstehen. Er tritt meist bei jungen Frauen (vor dem 20. Lebensjahr) auf. Er stellt auch den häufigsten gynäkologischen Tumor in der Schwangerschaft dar.4
  2. Epithelialer Eierstockkrebs
    ist für rund 90% der bösartigen Eierstockkrebsfälle verantwortlich.2
  3. Keimstrang-Stroma-Tumore
    sind für ca. 5% der bösartigen Eierstockkrebsfälle verantwortlich und betrifft in der Regel Patientinnen zwischen 60 und 70 Jahren. Sie beginnen in den Bindegewebszellen und/oder hormonproduzierenden Zellen der Eierstöcke.3

Was sind die häufigsten Risikofaktoren für Eierstockkrebs?5

Familiäre Disposition

Familiäre Disposition:
Gynäkologischer Krebsfall bei nahen Verwandten (Mutter oder Schwester)

Alter

Alter:
Die meisten Fälle werden bei Frauen nach den Wechseljahren diagnostiziert.

Lebensstil

Lebensstil
Übergewicht, Rauchen und Bewegungsmangel

Vorangegangene Erkrankungen

Vorangegangene Erkrankungen:
z.B. Eierstockzysten oder Endometriose.

Genetische Veranlagung

Genetische Veranlagung:
Vererbte genetische Veränderungen, meist den Gentyp BRCA betreffend.

Geburt und Menopause

Geburt und Menopause
Frauen, die nie Kinder hatten, nie die Pille genommen haben, frühe Menstruation oder späte Menopause hatten.

Genetische Faktoren betreffen 10% der Patientinnen.1 

BRCA1: Mutationen können das Risiko um bis zu 40% erhöhen.
BRCA2: Mutationen können das Risiko um bis zu 20% erhöhen.

Manche Frauen haben sogenannte BRCA-ähnliche Veränderungen, die ebenfalls das Risiko erhöhen.

Risikofaktoren

Etwa 50% der Frauen mit der häufigsten Form des epithelialen Eierstockkrebses,
dem serösen Ovarialkarzinom (HGSOC), haben eine BRCA- oder BRCA-ähnliche Mutation.

BRCA

Welche Symptome kann Eierstockkrebs haben?

Appetitverlust

Appetitverlust

Müdigkeit

Müdigkeit

Aszites

Aszites (freie Flüssigkeit in der Bauchhöhle)

Anhaltende Blähungen und/oder gastrointestinale Symptome

Anhaltende Blähungen und/oder gastro­intes­tinale Symptome

Unterleibsschmerzen

Unterleibsschmerzen

Wie wird Eierstockkrebs diagnostiziert?

Diagnostische Operation

Diagnostische Operation

Vaginaler Ultraschall

Vaginaler Ultraschall

Spiegel- und Tastuntersuchung der inneren Geschlechtsorgane

Spiegel- und Tast­unter­suchung der inneren Geschlechts­organe

Welche Behandlungsmethoden für Eierstockkrebs gibt es?

Operation

Operation
der Tumor wird operativ entfernt

Chemotherapie

Chemotherapie:
zellwachstumshemmende Wirkstoffe werden per Tabletten, Spritzen oder Infusionen verabreicht

Zielgerichtete Therapie

Zielgerichtete Therapie:
Auslöser des Tumorwachstums werden angegriffen

Expertenvideo Eierstockkrebs Symptome

Expertenvideo Eierstockkrebs Langzeitüberleben


 

Referenzen

  1. https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/ovarialkarzinom/
  2. https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/eierstockkrebs.html
  3. https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/eierstockkrebs.html
  4. https://gyn-community.thieme.de/wissen/evergreen/detail/das-ovarialkarzinom-a-37369
  5. https://www.krebshilfe.net/information/krebsformen/keimzelltumor-des-eierstocks/
  6. https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/eierstockkrebs/ursachen-und-risikofaktoren.html

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