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Lungenkrebs - Therapieansätze

Grundsätzlich stehen bei Lungenkrebs die gleichen Therapien wie bei anderen Krebserkrankungen zur Auswahl: Operation, Bestrahlung und die medikamentöse Therapie bilden dabei zur Zeit die wichtigsten Säulen.

Beim nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom verspricht die Operation nach wie vor den bestmöglichen Erfolg. Allerdings kann nur weniger als ein Drittel der Patienten1 operiert werden, da bei den anderen die Erkrankung entweder zu weit fortgeschritten ist oder der allgemeine Gesundheitszustand eine Operation nicht erlaubt. In diesem Fall wenden die Ärzte eine Strahlentherapie an.

Seit einigen Jahren sind zur Behandlung des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms moderne medikamentöse Therapien zugelassen, die gezielt in die Wachstumssteuerung von Krebszellen eingreifen.

Doch was wäre, wenn sich der Körper eines Patienten aktiv gegen den Krebs wehren würde? Aktuell werden verschiedene Ansätze der Krebsimmuntherapie erforscht, bei denen Medikamente den Körper anregen und unterstützen sollen, den Krebs zu bekämpfen.

Mehr zur Krebsimmuntherapie lesen Sie auf dem Patientenportal www.wissen-immuntherapie.de, das speziell diese Therapieform behandelt.

Therapieziele

Zahlreiche Details bestimmen die Therapieform, die bei einer Krebserkrankung angewendet wird. Sie hängt vom Krebstyp, dem Krankheitsstadium und der allgemeinen Verfassung des Patienten ab. Da Lungenkrebs in verschiedenen bösartigen Formen mit unterschiedlichem Rückfallrisiko auftreten kann, benötigt jede Tumorart eine spezifische Therapie.

Besteht die Chance, dass der Patient geheilt wird  (kurativer Ansatz) oder kann ihm mithilfe der Therapie zu einem möglichst langen und beschwerdefreien Leben verholfen werden (palliativer Ansatz)?

Früher Lungenkrebs  

  • Prognose -  55% Überlebenschance
  • Stadium - Ein Tumor in der Lunge
  • Behandlung - Operation und Chemotherapie 

Lokal fortgeschrittener Lungenkrebs 

  • Prognose - 28% Überlebenschance
  • Stadium - Mehrere Tumoren in der Lunge und im umgebenden Gewebe
  • Behandlung - Operation, Bestrahlung und Chemotherapie

Fortgeschrittener Lungenkrebs

  • Prognose  - 4% Überlebenschance
  • Stadium - Neben dem Tumor in der Lunge sind weitere Organe befallen.
  • Behandlung - Medikamentös: zum Beispiel zielgerichtete Therapie, Chemotherapie

Palliative Therapie

Unter einer palliativen Behandlung versteht man die ganzheitliche und umfassende Therapie von Menschen, die aufgrund einer Krankheit eine begrenzte Lebenserwartung haben. In solchen Fällen versuchen die Ärzte, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen und die auftretenden Beschwerden zu lindern.

Ein Tumor etwa, der auf ein anderes Organ drückt und dadurch Schmerzen verursacht, kann durch eine Operation, Chemo- oder Strahlentherapie verkleinert werden, damit der Druck nachlässt. Um Knochenmetastasen zurückzudrängen, setzen die Ärzte ebenfalls Bestrahlungen ein. Damit wollen sie das Risiko eines Knochenbruchs senken und die Schmerzen der Patienten verringern. Auch bei Hirnmetastasen, die vom kleinzelligen Lungenkrebs ausgehen, wenden Mediziner eine Strahlentherapie an.

Die Palliativmedizin wird oftmals als Sterbehilfe eingestuft. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Ärzte versuchen, den Betroffenen die verbleibende Lebenszeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Dabei greifen sie auf Behandlungsformen aus dem medizinischen, pflegerischen, psychologischen und seelsorgerischen Spektrum zurück, um die Symptome zu lindern.

Dazu gehören

  • die Behandlung tumorbedingter Komplikationen und Beschwerden,
  • die Schmerztherapie und
  • die psychosoziale Betreuung des Patienten – beispielsweise in Selbsthilfegruppen oder speziellen Einrichtungen.

Innerhalb der Palliativmedizin spielt die Schmerztherapie eine große Rolle. Bei Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium erschweren Schmerzen und Atemnot das Leben der Betroffenen. Falls die Ärzte die Ursache – den Tumor oder seine Metastasen – nicht entfernen können, verordnen sie eine schmerzlindernde (analgetische) Therapie, die genau auf die Krebspatienten abgestimmt wird.

Wichtig ist, dass die Betroffenen ihre Medikamente regelmäßig und der Stärke ihrer Schmerzen entsprechend einnehmen – und nicht erst dann, wenn sich die Beschwerden bemerkbar machen. Schmerzmedikamente gibt es mittlerweile in unterschiedlichen Darreichungsformen, beispielsweise als Pflaster, Tabletten, Pumpen, Spritzen oder Infusionen.

Referenzen

  1. Krebsinformationsdienst: Lungenkrebs: Therapie nicht-kleinzelliger Bronchialkarzinome.