Idiopathische Lungenfibrose – Therapieangebot

Therapie der idiopatischen Lungenfibrose

Therapiemöglichkeiten 

Ziel einer Therapie bei Lungenfibrose ist es, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Es gibt derzeit noch keine Therapieform, die die Vernarbungen in der Lunge heilen kann. Mit antifibrotischen Medikamenten lässt sich die Abnahme der Lungenfunktion jedoch verzögern. Ein Therapiebeginn sollte daher möglichst schnell nach der Diagnosestellung erfolgen.

Aber nicht nur die Progression der Erkrankung, sondern auch die Symptome der IPF sollen im Rahmen einer Therapie reduziert werden. Dies geschieht beispielsweise durch eine Langzeitsauerstofftherapie, bei der die Betroffenen mind. 16 Stunden pro Tag zusätzlich Sauerstoff erhalten. Dadurch fällt es Betroffenen oft wieder leichter, ihren Alltag aktiv zu gestalten.

Ergänzende Maßnahmen wie eine pulmonale Rehabilitation können den Patienten zusätzlich dabei unterstützen, besser mit ihrer Erkrankung zu leben und den Erhalt ihrer Lebensqualität zu fördern.

Die IPF kann aktuell nur mit Hilfe einer Lungentransplantation geheilt werden. Dabei handelt es sich um einen riskanten Eingriff, dieser muss daher ausführlich mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Management im Krankheitsverlauf

Die IPF wird oftmals fehldiagnostiziert, was den Beginn der Behandlung verzögert. Zwischen dem ersten Auftreten von Symptomen bis zur korrekten Diagnose vergehen nicht selten viele Monate, manchmal sogar Jahre.

Ein Grund hierfür ist die Notwendigkeit einer multidisziplinären Zusammenarbeit zwischen Pulmologen, Pathologen und Radiologen zur eindeutigen Diagnosestellung. Aber auch der verzögerte Einsatz von bildgebenden Verfahren kann es erschweren, eine IPF zu diagnostizieren.

Wurde der Patient auf eine für ihn passende Therapie eingestellt, ist es von enormer Bedeutung, den genauen Krankheitsverlauf zu beobachten und regelmäßige Routineuntersuchungen wahrzunehmen. Durch den unvorhersehbaren Verlauf der Erkrankung sollte der behandelnde Arzt daher alle 3 – 6 Monate aufgesucht werden.

Tritt eine akute, klinisch signifikante Verschlechterung der Atemfunktion ein, handelt es sich um eine akute Exazerbation. Betroffene Patienten benötigen meistens umgehend eine Intensivbehandlung.

Aktuelle Forschung 

Die idiopathische Lungenfibrose gilt momentan als unheilbar. Wissenschaftler arbeiten jedoch an neuen Therapiemöglichkeiten – mit dem langfristigen Ziel, Wirkstoffe zu entwickeln, die Betroffenen heilen sollen. Dank moderner Behandlungsansätze können Ärzte ihren Patienten gegenwärtig mehr Zeit schenken und den Verlauf der Erkrankung verzögern.

Einen Überblick über aktuelle News finden Sie auf der Seite des Lungeninformationsdienstes.