Grenzach-Wyhlen, 07. Oktober 2022

Wirtschaftsministerium aktualisiert gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung: Gesundheitswirtschaft ist Motor für Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung in Deutschland und Europa

Berlin

  • Laut aktueller "Gesundheitswirtschaftlicher Gesamtrechnung" erreichte die Gesundheitswirtschaft in Deutschland in 2021 mit über 390 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung und 7,7 Millionen Erwerbstätigen ein Rekordhoch.

  • Die Gesundheitswirtschaft trägt mit 1.375 Milliarden Euro in bedeutendem Maße zur Bruttowertschöpfung und zum Wohlstand in Europa bei.

  • Roche hat in den letzten fünf Jahren mit Investitionen in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro zur Weiterentwicklung der deutschen Standorte beigetragen; in 2021 stiegen zudem die weltweiten Investitionen der Roche Gruppe in Forschung und Entwicklung auf ca. 14 Milliarden Euro. Damit reinvestiert Roche mehr als 20 % seines Umsatz in die Zukunft der Medizin.

  • Gleichzeitig sieht Roche den Investitions- und Innovationsstandort Deutschland durch die Gesetzesinitiative von Gesundheitsminister Lauterbach als gefährdet und kündigt für nächste Woche eine Studie von Prof. Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institute, zu den möglichen Auswirkungen des Gesetzes auf den Pharma-Standort Deutschland an.

Prof. Dr. Dennis A. Ostwald (WifOR Institute) hat am 7. Oktober die aktuellen Daten der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung (GGR) für das Jahr 2021 unter dem Titel "Gesundheitswirtschaft und zwei Jahre Corona-Pandemie" vorgestellt. Die Zahlen unterstreichen die zentrale und zunehmende Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft: So leistet sie hierzulande einen zentralen Beitrag zum Wohlstand und zur soliden wirtschaftlichen Lage. Die Branche zeichnet sich durch u.a. einen hohen Beschäftigungsgrad, eine überdurchschnittliche Produktivität basierend auf Forschung und Entwicklung, eine positive außenwirtschaftliche Bilanz und stetiges Wachstum aus. Mehr als jeder vierte Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft der Europäischen Union arbeitet in Deutschland. Die deutschen Exporte der Branche sind in 2021 um 13% auf 160 Milliarden Euro gestiegen.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klima (BMWK) wurde der Bericht zur GGR erstmals 2015 veröffentlicht und wird seitdem regelmäßig aktualisiert. Der Bericht ermöglicht es, die Wirtschaftsleistung verschiedener Branchen zu vergleichen und ihren Beitrag zur Wertschöpfung, Beschäftigung und zum Export zu bemessen. Dadurch ist eine Datengrundlage entstanden, die die zahlreichen Wirkungszusammenhänge und Komplexitäten in der Gesundheitswirtschaft umfassend abbildet. Abrufbar ist der Bericht unter der Website des BMWK.

Auf der Veranstaltung vom 7. Oktober im BMWK in Berlin betonte Prof. Hagen Pfundner, Vorstand der Roche Pharma AG: "Der aktuelle Bericht zeigt, dass die Gesundheitswirtschaft eine Schlüsselbranche in Deutschland ist - mit einer hohen Innovationskraft". Er ergänzt: "Mit dem geplanten GKV-Finanzstabilisierungsgesetz setzt der Gesundheitsminister einen der wenigen Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft und zwar die Gesundheitswirtschaft und deren Arbeitsplätze aufs Spiel und dies im Kontext einer drohenden Rezession".

Zur Gesundheitswirtschaft zählen in Deutschland die medizinische Versorgung, die industrielle Gesundheitswirtschaft und weitere Teilbereiche. Pfundner erklärt: "Wir sehen die stabilisierende Wirkung unserer sozialen Sicherungssysteme in Deutschland basierend auf der Wertschöpfung der industriellen Gesundheitswirtschaft durch die zusätzlichen Belastungen des Gesetzesvorhabens als gefährdet".

Roche hat zudem einen Bericht des Handelsblatt Research Institutes von Prof. Rürup angekündigt; dieser ist jetzt abrufbar unter . Der Bericht zeigt den dringenden Reformbedarf im Gesundheitssystem auf. Statt kurzfristig wirkender Ad-hoc-Maßnahmen sind strukturelle Reformen, die die Versorgung für Patient:innen verbessern, Effizienzen im Gesundheitssystem heben und die datenbasierte Medizin voranbringen, zwingend erforderlich. "Das Gesetz schnürt einer hochinnovativen und investitionswilligen Branche die Luft ab, indem es diese doppelt und dreifach belastet", so Pfundner. Damit bezieht sich Pfundner nicht nur auf die vorgesehenen erhöhten Zwangsrabatte auf Arzneimittel: Die Hersteller von Arzneimitteln sind zudem mit steigenden Energie- und Rohstoffpreisen und der daraus resultierenden Inflation konfrontiert. Auf dem stark regulierten Gesundheitsmarkt haben sie wiederum so gut wie keine Möglichkeit, darauf mit höheren Abgabepreisen zu reagieren, da die Medikamentenpreise aufgrund des Preismoratoriums und der verhandelten Erstattungspreise nahezu festgeschrieben

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