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Zum neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2

Stand: 04.09.2020

Wir möchten mit dieser Seite versuchen, möglichst viele Fragen in verständlicher Sprache zu beantworten, auch um möglichen Gerüchten oder Falschmeldungen (Fake News) vorzubeugen und aufzuklären. Sollte eine Frage nicht beantwortet sein, melden Sie sich gern bei uns. Wir aktualisieren diese Seite regelmäßig.

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  • Was kann Roche Deutschland in der aktuellen Situation tun, um zu helfen?

Ja. Dabei unterscheidet man zwischen einem Test, der nachweist, ob man mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert ist, wohingegen ein sog. Antikörpertest nachweisen kann, ob man bereits Antikörper gegen das Virus SARS-CoV-2 in sich trägt.

SARS-CoV-2 Tests

Roche bietet drei unterschiedliche Tests zum Nachweis des neuartigen Coronavirus an, also um festzustellen ob eine Person mit SARS-CoV-2 infiziert ist. Einer der Tests ist ein sog. Point-of-Care-Test und kann von medizinischem Fachpersonal ohne Geräte ortsunabhängig durchgeführt werden. Der Test liefert Ergebnisse innerhalb von 15 Minuten. Der SARS-CoV-2 Antigentest wird Ende September in Deutschland eingeführt.

Die beiden anderen Tests sind sog. PCR-Tests und bereits in Deutschland im Einsatz. Diese Tests werden ausschließlich in Fachlaboren weltweit durchgeführt. Hausärzte oder behandelnde Ärzte können diese Tests nicht in der Praxis durchführen.

Der Corona-Test, der seit dem 13. März weltweit verfügbar ist, läuft auf vollautomatisierten Testsystemen von Roche. Diese Geräte heißen cobas 6800 bzw. cobas 8800. Weltweit sind ca. 800 und in Deutschland ca. 120 Stück im Einsatz. Die Analysegeräte werden in Laboren genutzt, um z. B. auch HIV oder Hepatitis B-Erreger nachzuweisen. Das Besondere daran ist, dass dieser Test hier vollautomatisiert laufen kann, somit kann eine größere Anzahl an Tests in kürzerer Zeit durchgeführt werden.

So sehen die cobas Maschinen aus, auf denen verschiedene Tests laufen können:

Aktuell sind in Deutschland bereits ca. 120 der cobas Test-Geräte installiert. Einige davon können den Test auf das neuartige Coronavirus bereits durchführen. Die Produktion und Lieferung von Testkits für diese Geräte läuft auf Hochtouren. Neben den Roche Tests und Testgeräten gibt es weitere Firmen, die ähnliche Diagnosegeräte und Tests herstellen (z. B. Siemens oder Qiagen).

Neben den oben erläuterten Tests zum Nachweis des neuartigen Coronavirus hat Roche auch einen sog. Antikörpertest (Erläuterung dazu siehe FrageGibt es Coronavirus-Tests von Roche?) entwickelt. Der Corona-Antikörpertest von Roche erhielt Anfang Mai die Genehmigung zur Verwendung.


Sollten Sie die Sorge haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder wählen Sie die 116117 - die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Weitere Hotlines, die bundesweit zum Thema Coronavirus informieren finden Sie

hier.

Nein, bislang gibt es weder von Roche noch von anderen Gesundheitsunternehmen ein zugelassenes Medikament zur Behandlung von COVID-19-Patienten oder eine vorbeugende Impfung gegen die Viruserkrankung. Auf der ganzen Welt suchen Mediziner, Wissenschaftler und forschende Gesundheitsunternehmen jedoch mit Hochdruck nach möglichen Therapien. Aber medizinische Forschung funktioniert nicht von heute auf morgen. Denn Arzneimittel müssen nicht nur wirksam, sondern auch sicher sein. Beides gilt es im Rahmen von klinischen Studien nachzuweisen. Erste Studien zu möglichen Impfstoffen oder zur Behandlung bereits erkrankter Patientinnen und Patienten laufen bereits oder starten in Kürze. So untersuchen wir bei Roche in Kooperation mit US-amerikanischen Gesundheitsbehörden im Rahmen einer solchen Studie, ob unser Medikament mit dem Wirkstoff Tocilizumab, der für Patienten mit rheumatoider Arthritis entwickelt wurde, auch bei einer schwer verlaufenden COVID-19-Erkrankung helfen kann. Neben dieser Studie werden wir eine weitere Studie mit Gilead Sciences initiieren, in der eine Kombination zweier Wirkstoffe (Remdesivir von Gilead Sciences und Tocilizumab von Roche) auf Sicherheit und Wirksamkeit zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 getestet wird.

Roche hat in Deutschland aktuell Standorte in Mannheim, Penzberg (Großraum München), Grenzach-Wyhlen (Südbaden) und Waiblingen/Remseck/Kornwestheim (bei Stuttgart). Da Roche ein Unternehmen mit Standorten in vielen Teilen der Welt ist, arbeiten wir auch bei der Produktion von z. B. Coronavirus-Tests standortübergreifend. Über Landesgrenzen hinweg werden die verschiedenen Teile des neuen Coronavirus-Tests produziert. In einem Land werden zum Beispiel die Test-Systeme, also die Geräte, gebaut. Von einem anderen Standort kommen die Testkits. Diese Kits wiederum bestehen ebenfalls aus mehreren Bestandteilen: Reagenzien, Enzymlösungen, Puffer und weiteren Flüssigkeiten. Unser deutscher Standort in Penzberg beispielsweise stellt für die Tests biologische und chemische Einsatzstoffe sowie Reagenzien zur Verfügung. Am Deutschland Standort in Mannheim wird das Medikament, welches aktuell in einer Studie bei der Coronavirus-Krankheit getestet wird, abgefüllt. So leistet jeder Standort einen wichtigen Beitrag, denn nur gemeinsam können wir das schaffen.

Ihr behandelnder Arzt ist hier der zentrale Ansprechpartner.

Hier finden Sie Informationen der deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) für Krebspatienten im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus. Hier finden Sie weitere Informationen von Roche für:

Eine potenziell höhere Nachfrage nach Tocilizumab wird auf globaler Ebene überwacht - gleichzeitig arbeiten wir mit Hochdruck daran, die Produktion des Wirkstoffs zu maximieren, um die Versorgung von Patientinnen und Patienten zu gewährleisten.

Wir weisen auch darauf hin, dass die Versorgung der Patientinnen und Patienten, die in Deutschland aufgrund einer Rheumatoiden Arthritis bzw. in anderen zugelassenen Indikationen mit Tocilizumab behandelt werden, derzeit sichergestellt ist. Wir haben den potentiell zusätzlichen Bedarf berechnet und uns an den Erfahrungswerten anderer Nationen orientiert. Auf dieser Basis haben wir für den Pandemiefall bereits zusätzliche Kapazitäten in Deutschland erhalten, also Kapazitäten, die über die regulären Lieferungen hinausgehen.

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