Antikörper spielen eine wichtige Rolle in unserem Immunsystem, indem sie unseren Körper vor Eindringlingen wie Viren schützen. Durch die Herstellung von Antikörpermedikamenten können wir verschiedene Erkrankungen bekämpfen. Lesen Sie weiter, um mehr über die daran beteiligten komplexen Prozesse zu erfahren.

1. Die Funktion von Antikörpern

Antikörper binden, als Teil unserer natürlichen Verteidigung gegen bestimmte Erkrankungen, an körperfremde Eindringlinge. Heutzutage werden Antikörpermedikamente hergestellt, die dieses Prinzip imitieren und Krankheiten wie Krebs, rheumatoide Arthritis und Virusinfektionen bekämpfen.

2. Die Größe eines Antikörpermedikaments

Antikörper sind sehr große, komplexe Proteine, die aus etwa 25.000 Atomen gebildet werden, während Medikamente wie die üblichen Schmerzmittel aus lediglich ca. 20 Atomen bestehen.

3. Herstellung eines Antikörpermedikaments

In unserem Körper werden Antikörper durch eine bestimmte Art von weißen Blutkörperchen gebildet, die den Körper gegen eindringende Fremdsubstanzen schützen. Die Herstellung von Antikörpermedikamenten erfolgt ebenfalls in lebenden Zellen.

4. Herstellungsdauer für Antikörpermedikamente

Die Herstellung von Antikörpermedikamenten ist äußerst komplex. Ab dem ersten Schritt, wenn den Zellen ein genetischer Code als „Bauanleitung“ für die Produktion des Antikörpers bereitgestellt wird, bis zum Vorliegen des einsatzfähigen Medikaments nimmt die Produktion eines neuen Antikörpers etwa zwölf Monate in Anspruch. Das Herstellungsverfahren mit einem bereits existierenden Antikörper dauert vom Auftauen der Durchstechflasche aus einer Zellbank bis zur Fertigstellung des Medikamentes etwa drei bis vier Monate.

5. Herstellung und Test von Antikörpermedikamenten

Die Herstellung von Antikörpern innerhalb lebender Zellen ist ein komplizierter, mehrstufiger Prozess, der kontinuierliche Testverfahren erfordert, um sicherzustellen, dass die Durchführung sicher, korrekt und in einer vollständig reinen Umgebung erfolgt.

6. Identische Zellen, identische Antikörper

Als „monoklonaler Antikörper“ wird ein Antikörper bezeichnet, der von identischen, lebenden Zellen stammt (mono = einzeln; klonal = Klon). Diese identischen Zellen produzieren identische Antikörper, was für die Herstellung von Medikamenten von ausschlaggebender Bedeutung ist.

7. Kultivierung von Antikörpermedikamenten

Zur Herstellung von Antikörpermedikamenten in ausreichender Menge werden die Zellen, die die Antikörper produzieren, in Produktionstanks vermehrt. Solche Tanks enthalten Billionen Zellen.

8. Fütterung der Antikörpermedikamente

Die Tanks für die Antikörperproduktion enthalten Nährstoffe zur Versorgung der kultivierten Zellen. Diese Nährstoffe werden aus bis zu 100 verschiedenen Materialien sorgfältig zubereitet.

9. Sicherheitsvorkehrungen und Antikörpermedikamente

Nachdem sich die Antikörper korrekt gebildet haben, werden sie von der Flüssigkeit, in der sie kultiviert wurden, und von anderen unerwünschten Stoffen getrennt. Anschließend werden sie verpackt und durchlaufen erneut einen Sicherheitstest. Erst dann ist das Medikament fertig.

10. Fortschritte in der Technologie für die Antikörperherstellung

Vor 30 Jahren war es lediglich möglich, einige Gramm Antikörper pro Jahr zu produzieren. Heute sind wir in der Lage, über zehn Tonnen herzustellen. Unser Ziel ist es, die Prozesse stets weiter zu optimieren, um Medikamente für Patienten schnell und unter Einhaltung der höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards bereitzustellen.

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