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Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge

Was bedeutet mein Test-Befund?

Veränderungen am Gebärmutterhals: Was bedeutet mein Pap-Befund?

2014 wurde im Rahmen des Programms zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs die Münchner Nomenklatur III verabschiedet und publiziert. Die Nomenklatur klassifiziert Pap-Befunde und teilt diese in Gruppen von unauffällig bis auffällig ein. Je nach Gruppe werden außerdem Handlungsempfehlungen für die optimale weitere Patientenversorgung ausgesprochen [2, 3].

Mögliche Befunde des Pap-Abstrichs

Die folgende Tabelle erklärt mögliche Pap-Befunde nach der Münchner Nomenklatur III und fasst Handlungsempfehlungen zur weiteren Patientenversorgung zusammen [4, 5, 6].

Suchen Sie außerdem das Gespräch mit Ihrem Frauenarzt/ärztin wenn Sie weitere Fragen zu Ihrem Pap-Testergebnis haben.

Wenn die festgestellten Zellveränderungen nicht sehr ausgeprägt sind, können sie sich bei vielen Betroffenen noch von selbst zurückbilden. In diesem Fall sind weitere Kontrollen und gegebenenfalls zusätzliche Tests, wie der HPV-Test, wichtig [1].

Zusätzlich zu den bestehenden Gruppen wurden in der neuen Nomenklatur weitere Untergruppen eingeführt. Die dafür verwendeten Buchstaben haben dabei die folgende Bedeutung [6]:

  • a:Es bestehen Auffälligkeit in der medizinischen Vorgeschichte der Patientin.

  • p:Es bestehen Veränderungen in den Deckzellen des Gebärmutterhalses.

  • g:Es bestehen Veränderung im Drüsengewebe.

  • e:Es bestehen Veränderung in der Gebärmutterschleimhaut.

  • x:Zellveränderungen unklarer Herkunft.

Was passiert, wenn mein Test Auffälligkeiten zeigt?

Was verbirgt sich hinter den Befunden der Tests, die im Rahmen der Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge durchgeführt werden? Wie soll ich nach einem auffälligen Befund weiter vorgehen? Ein positiver HPV-Test oder ein auffälliger Pap-Befund sind nicht unbedingt ein Grund zur Sorge, denn Entzündungen oder erste Gewebeveränderungen am Gebärmutterhals klingen oft von alleine ab oder bilden sich von selbst wieder zurück [1]. Erst wenn Veränderungen oder Entzündungen nicht von alleine ausheilen, sind weitere Behandlungen notwendig.

Ein auffälliger Pap-Befund oder ein positiver HPV-Test bedeuten nicht, dass Sie Krebs haben. Das Ergebnis zeigt jedoch ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Krebsvorstufen an. Um bei Frauen mit auffälligem Befund zwischen Verdacht und tatsächlicher Erkrankung zu unterscheiden, eignet sich der Einsatz eines Biomarker-Tests, zum Beispiel der CINtec® PLUSTest.

Was passiert bei der Untersuchung mit dem CINtec® PLUS Test?

Dieser Test untersucht das im Rahmen eines Abstrichs entnommene Zellmaterial auf körpereigene Stoffe, sogenannte Biomarker, die in Krebszellen und deren Vorläufern vorkommen. Auf diese Weise lassen sich krankhaft veränderte Zellen sichtbar machen.

Hier finden Sie mehr Informationen über den CINtec® PLUS Test

Warum ist regelmäßige Vorsorge so wichtig?

Ziel ist es, Krebsvorstufen frühzeitig und zuverlässig zu erkennen und entsprechend zu behandeln, ohne dabei unnötige Eingriffe und invasive Untersuchung an gesunden Frauen vorzunehmen. Ein auffälliger Pap-Befund oder ein positiver HPV-Test bedeutet nicht, dass Sie Krebs haben! Das Ergebnis zeigt jedoch ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Krebsvorstufen an. Um bei Frauen mit auffälligem Befund zwischen Verdacht und tatsächlicher Erkrankung zu unterscheiden, eignet sich der Einsatz eines Biomarker-Tests, zum Beispiel der CINtec® PLUSTest.

Nehmen Sie ihre Vorsorge selbst in die Hand und sprechen Sie mit ihrem Frauenarzt über die bestmögliche Vorgehensweise!

Krankhaft veränderte Zellen werden bei der CINtec® PLUS Färbung rot und braun gefärbt.

Nach einer auffälligen zytologischen Untersuchung oder einem auffälligem Pap-Befund mit Zellveränderungen der im Folgenden angegebenen Grade, gegebenenfalls in Kombination mit einem positivem HPV-Test, kann CINtec® PLUS gemeinsam mit einer Kolposkopie zum Einsatz kommen. Dabei kann der Test schnell und zuverlässig Frauen mit erhöhtem Risiko identifizieren und ermöglicht so eine gezieltere Paitentenversorgung.

Wann wird der CINtec® PLUS Test eingesetzt?

Was bedeutet das Ergebnis der Untersuchung meiner Gewebeprobe?

Wenn ein positives CINtec® PLUSTestergebnis vorliegt, kein selbstständiges Ausheilen der Infektion zu erkennen ist, oder bereits eine hochgradige Zellveränderung vorliegt, wird eine Gewebeprobe von Muttermund und Gebärmutterhals entnommen (Biopsie). Nach der Untersuchung der Probe im Labor, kann eine "CIN" Diagnose gestellt werden. Im Deutschen steht CIN für "zervikale intraepitheliale Neoplasie" [1].

CIN teilt auf die Schleimhaut begrenzte Veränderungen am Gebärmutterhals von leicht bis schwer ein. Befunde können von CIN 1-3 eingestuft werden:

  • CIN 1:Es bestehen leichte Zellveränderungen. Bei etwa der Hälfte der Betroffenen bilden sich die Veränderungen von selbst wieder zurück [1].

  • CIN 2: Es bestehen mittelschwere Zellveränderungen. Bei etwa einem Drittel der Betroffenen bilden sich die Veränderungen von selbst wieder zurück [1].

  • CIN 3: Es bestehen weit fortgeschrittene Zellveränderungen, also Krebsvorstufen, die sich im Übergang zum Krebs befinden. Krebs im Frühstadium ist noch auf die oberen Gewebeschichten begrenzt. Ohne Behandlung besteht jedoch eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor sich weiter ausbreitet [1].

Wenn die Zellveränderungen über die Schleimhaut hinausgehen und in tiefere Gewebeschichten vorgedrungen sind, handelt es sich nicht mehr um eine Krebsvorstufe, sondern um Gebärmutterhalskrebs. Ihr Arzt klärt dann die Art der Veränderung mit weiteren Untersuchungen ab und prüft verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.

Ein negatives CINtec®PLUS Testergebnis bedeutet, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Krebsvorstufe vorhanden ist und die Infektion von selbst wieder abklingen kann. Liegt jedoch ein positives CINtec®PLUS Testergebnis vor, ist eine sofortige Behandlung notwendig. Ihr Frauenarzt überweist Sie hierzu in die Dysplasie-Sprechstunde, eine Spezialsprechstunde für Veränderungen am Gebärmutterhals.

Bei einem positivem CINtec® PLUSTestergebnis besteht die weitere Behandlung in den meisten Fällen zunächst aus einer Kolposkopie. Gegebenenfalls kann während der Untersuchung außerdem eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen werden.

Wenn Sie mehr über die aktuelle Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge und den weiteren Behandlungsweg wissen möchten, gelangen Sie hier zurück zur Gebärmutterhalskrebs-Informationsseite.

Zur Gebärmutterhalskrebs-Informationsseite

Referenzen

  1. Krebsinformationsdienst. Deutsches Krebsforschungszentrum. Gebärmutterhalskrebs: Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs

    https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/gebaermutterhalskrebs/vorstufen.php

  2. Münchner Nomenklatur III für die gynäkologische Zytodiagnostik der Zervix ab 1. Juli 2014

    https://www.ag-cpc.de/wp-content/uploads/2018/07/131218-m-nomenklaturiii.pdf

  3. Gemeinsamer Bundesausschuss. Programm zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

    https://www.g-ba.de/themen/methodenbewertung/ambulant/frueherkennung-krankheiten/erwachsene/krebsfrueherkennung/gebaermutterhalskrebs-screening/

  4. Krebsinformationsdienst. Deutsches Krebsforschungszentrum. Informationsblatt: Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung

  5. Krebsinformationsdienst. Deutsches Krebsforschungszentrum. Gebärmutterhalskrebs: Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs

    https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/gebaermutterhalskrebs/vorstufen.php

  6. Zervita. Abstrichuntersuchung (Pap-Test)

    https://www.zervita.de/zervita/diagnostik-und-vorsorge/vorsorgeuntersuchung/Bedeutung_Pap-Gruppen.php?thisID=90

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